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New York: Leichte Verluste zum Wochenstart

08.12.2025 - 16:59:03 | dpa.de

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche haben sich die Anleger an den US-AktienmĂ€rkten in Erwartung der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch zurĂŒckgehalten.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 sank im frĂŒhen Handel am Montag um 0,3 Prozent auf 47.836 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 bĂŒĂŸte 0,2 Prozent auf 6.856 ZĂ€hler ein. FĂŒr den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 0,1 Prozent auf 25.662 Punkte abwĂ€rts.

"Man ist sich in der Fed aktuell nicht einig, ob der Fokus auf die erhöhte Inflation oder den schwachen Arbeitsmarkt gelegt werden soll", stellte Gunter Deuber fest, Chefvolkswirt der Raiffeisen Bank International. Das duale Mandat der Notenbank aus PreisstabilitĂ€t und VollbeschĂ€ftigung fĂŒhre aktuell zu einem Zielkonflikt. Da die Inflation trotz der Zollpolitik von US-PrĂ€sident Donald Trump aber bisher geringer ausgefallen sei als erwartet, dĂŒrfte eine Zinssenkung das wahrscheinlichere Szenario sein, so Deuber. Marktanalyst Luis Ruiz vom Broker CMC Markets sprach gar vom "Weg des geringsten Widerstands".

Nach dem Teilstillstand der US-RegierungsgeschĂ€fte hat die Fed allerdings noch immer nur wenige und obendrein zum Teil stark verspĂ€tete Konjunkturdaten fĂŒr ihre Entscheidungsfindung zur VerfĂŒgung. Ob das Fehlen wichtiger Daten zu einer geldpolitischen Lockerung animiert oder eher fĂŒr ein Stillhalten spricht, sei unklar, gab Experte Patrick Franke von der Landesbank Helaba zu Bedenken. Der Markt ĂŒberschĂ€tze die Wahrscheinlichkeit einer vorweihnachtlichen Zinssenkung. Allerdings sei mittelfristig sowieso unwichtig, ob die Zinsen im Dezember oder erst im Januar sinken wĂŒrden.

Der Medienkonzern Paramount US69932A2042 will den Hollywood-Rivalen Warner Bros. Discovery US9344231041 nicht kampflos Netflix US64110L1061 ĂŒberlassen und wandte sich mit einem Gegengebot direkt an die AktionĂ€re. Paramount bietet fĂŒr Warner Bros. Discovery 108,4 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden. Netflix hatte sich vergangene Woche auf eine knapp 83 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Studio- und Streaming-GeschĂ€fts von Warner geeinigt, allerdings ohne die aktuell noch dazugehörenden Fernsehsender wie CNN. Die Warner-Aktien und die Titel von Paramount gewannen zuletzt jeweils 6,1 Prozent, wĂ€hrend die Netflix-Papiere 4,5 Prozent verloren.

Um 29 Prozent nach oben ging es fĂŒr die Aktien von Confluent US20717M1036, einem Spezialisten fĂŒr das Management von Daten, die fĂŒr die Entwicklung kĂŒnstlicher Intelligenz wichtig sind. Der IT-Konzern IBM US4592001014 will fĂŒr eine Milliardensumme das Dateninfrastruktur- kaufen. Ziel sei der Aufbau einer Datenplattform fĂŒr generative KI. Dazu bietet der Konzern 31 Dollar je Confluent-Aktie. Dies entspreche einem Unternehmenswert inklusive Schulden von 11 Milliarden Dollar. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" darĂŒber berichtet.

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