Paradigmenwechsel, Klassenzimmer

Paradigmenwechsel im Klassenzimmer

04.04.2024 - 14:40:00

Baden - Knapp 400 Lehrende aus Österreich, Deutschland und der Schweiz diskutierten gestern und heute bei den EDU|days die Frage, wie Schulen zu dynamischen und zukunftsfĂ€higen Lernumgebungen transformiert werden können.

Baden - Knapp 400 Lehrende aus Österreich, Deutschland und der Schweiz diskutierten gestern und heute bei den EDU | days die Frage, wie Schulen zu dynamischen und zukunftsfĂ€higen Lernumgebungen transformiert werden können.

Die Transformation der Lernkultur im digitalen Zeitalter stand im Mittelpunkt der diesjĂ€hrigen EDU | days an der UniversitĂ€t fĂŒr Weiterbildung in Krems. Micha Pallesche, Leiter der Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule in Karlsruhe, erörterte in seiner Keynote die gegenwĂ€rtigen Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Bildungsbereich. WĂ€hrend Digitalisierung gekennzeichnet ist durch FlĂŒchtigkeit, Ungewissheit, KomplexitĂ€t und Mehrdeutigkeit, seien Schulen aber sehr stark durch Strukturen und Formalismen geprĂ€gte RĂ€ume, so Pallesche, "und die treffen nun auf die Unbestimmtheit der digitalisierten Welt". Und die große Herausforderung: SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in diesem formalisierten Lernraum auf die komplexe RealitĂ€t vorzubereiten.

Kultur des partizipativen Lernens

In seiner visionĂ€ren Rede skizzierte Pallesche mehrere innovative AnsĂ€tze, um Schulen in lebendige, partizipative und zukunftsorientierte LernrĂ€ume zu verwandeln. Er sprach sich fĂŒr eine Abkehr von der traditionellen Fokussierung auf Technologie als dominierendes Werkzeug im Klassenzimmer aus. Stattdessen fordert er eine Kultur, die gemeinschaftliches, bedeutungsvolles und co-kreatives Lernen fördert. Pallesche prĂ€sentierte konkrete Beispiele, wie Schulen durch Projekte wie "Verantwortungsjobs", "IdeenbĂŒros" und "Campustage" enger mit ihren Gemeinden verwoben werden können und erklĂ€rte wie ein "Mehr-Generationen-CafĂ©" oder ein "Roter Salon" seine Schule zu einem Ort gemeinschaftlichen Austauschs und der Schulentwicklung machen. Durch eine Neudefinition des Lernraums, die Ermöglichung von Selbstlernphasen und die Förderung gemeinschaftlicher Gestaltungsprozesse, so wie die selbstverstĂ€ndliche Einbindung und Nutzung digitaler GerĂ€te und Techniken können Schulen zu Orten werden, an denen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler fĂŒr eine zunehmend komplexe Welt gerĂŒstet sind, so Pallesche.

60 VortrÀge und Workshops

Das Workshop-Programm der EDU | days 2024 bot eine breite Palette an innovativen AnsĂ€tzen und Tools fĂŒr den Unterricht. Über zwei Tage verteilt, deckten die Workshops Themen wie kĂŒnstliche Intelligenz in der Bildung, interaktive Übungen fĂŒr Sprachen und Mathematik, den kreativen Einsatz von KI im Unterrichtsalltag und die Implementierung von Game-Based Learning ab. Teilnehmende hatten die Möglichkeit, sich in praktischen Anwendungen zu vertiefen, von "Micro:bit - ein perfektes Werkzeug fĂŒr die digitale Grundbildung" bis hin zu "KI und Digitale Grundbildung". Die Bandbreite der VortrĂ€ge und Workshops spiegelt den aktuellen Stand und die zukĂŒnftigen Trends in der Bildungstechnologie wider.

Über die EDU | days

Die EDU | days sind eine Tagung fĂŒr Lehrende aller UnterrichtsfĂ€cher mit dem Ziel, das Lehren und Lernen mit digitalen Medien in der Schule kritisch zu reflektieren und Impulse fĂŒr einen optimalen Einsatz zu geben. Zielgruppe der Veranstaltung sind Lehrer*innen aus Österreich und den NachbarlĂ€ndern. Die EDU | days sind ein Kooperationsprojekt der Donau-UniversitĂ€t Krems, der PĂ€dagogischen Hochschule Niederösterreich, des BMBWF und zahlreicher weiterer Partner.

Fotoalbum zu den EDU | days 2024 ( https://photos.app.goo.gl/g7jGbQTUePTX2UJJA ) Tagungswebsite ( https://www.edudays.at/ )

(Ende)

Aussender: PÀdagogische Hochschule Niederösterreich Ansprechpartner: Walter Fikisz Tel.: 06504721023 E-Mail: walter.fikisz@ph-noe.ac.at Website: www.ph-noe.ac.at/de/

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