BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

ArbeitsproduktivitĂƒÆ’Ă‚Â€t, Produktionsergebnis

ArbeitsproduktivitÀt (labour productivity)

Allgemein das Produktionsergebnis bei einem bestimmten Arbeitseinsatz. Zur Messung gibt es verschiedene Methoden. Die Zentralbanken rechnen in der Regel: Bruttoinlandsprodukt zu konstanten Preisen, geteilt durch die Zahl der BeschĂ€ftigten bzw. die geleisteten Arbeitsstunden gesamthaft. Von der EZB im Rahmen des Zwei-SĂ€ulen-Prinzips laufend beobachtet und als Wertschöpfung je ErwerbstĂ€tigen berechnet und statistisch ausgewiesen. -Zerlegt wird die ArbeitsproduktivitĂ€t in den Berechnungen der EZB in den Zuwachs an Sachkapital (Capital Deepening), den Anstieg der QualitĂ€t des Faktors Arbeit und die Wachstumsrate der totalen FaktorproduktivitĂ€t, TFP; hierbei handelt es sich um eine eigens geschĂ€tzte Messgrösse des faktorungebundenen technischen Fortschritts, der mit der Nutzung aller Inputfaktoren einhergeht, wie etwa die Elektrifizierung der Produktion (disembodied technological progress; auch exogener und autonomer technischer Fortschritt genannt: Erfindungen und Entdeckungen, die nicht [direkt] aus dem Produktionsprozess kommen). Siehe Arbeitnehmerentgelt pro Kopf, Arbeitskosten, ArbeitsproduktivitĂ€t, Kommunikationskosten, Lohndrift, Offshoring, ProduktivitĂ€t. Vgl. den Anhang "Statistik des Euro-WĂ€hrungsgebiets" im jeweiligen Monatsbericht der EZB, Rubrik "Preise, Produktion, Nachfrage und ArbeitsmĂ€rkte", Unterrubrik "HVPI, andere Preis-und Kostenmessziffern" (dort aufgegliedert nach Wirtschaftszweigen), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2005, S. 52 ff. (lehrbuchmĂ€ssige Darstellung; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom April 2006, S. 45 ff. (Zahlen zur Entwicklung ab 1981 in einzelnen Sektoren), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2006, S. 55 (Projektion der Entwicklung der ArbeitsproduktivitĂ€t bis 2050); Monatsbericht der EZB vom April 2007, S. 92 f. (strukturpolitische Massnahmen in ihren Wirkungen auf ProduktivitĂ€t und BeschĂ€ftigung), Monatsbericht der EZB vom Januar 2008, S. 51 ff. (Entwicklungstendenzen; sektorspezifische Daten; Übersichten), S. 67 ff. (ausfĂŒhrliche Darstellung. S. 71: Übersicht der Entwicklung der ArbeitsproduktivitĂ€t seit 2002 insgesamt und aufgeschlĂŒsselt in einzelne Branchen).

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen