BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Basel-II (Basle-II)
Allgemein die Bezeichnung fĂŒr ganz bestimmte Regeln ĂŒber die RĂŒcklagen, welche Banken bei der GewĂ€hrung von Darlehn bilden mĂŒssen. Je besser die Aussicht auf pĂŒnktliche Bedienung des Kredits bzw. je zahlungsfĂ€higer der Schuldner ist, desto geringer ist das notwendige Polster. Im besonderen die vom Basler Ausschuss fĂŒr Bankenaufsicht erarbeiteten (neuen) Richtlinien hinsichtlich des Risikomanagements (SĂ€ule I, pillar I), der Befugnisse der Aufsichtsbehörden zur Kontrolle des Risikomanagements (SĂ€ule II, pillar II) und der erweiterten Offenlegung und der Marktdisziplin (SĂ€ule II, pillar III) der Banken. -Diese sehr detaillierten Richtlinien wurden am 1. JĂ€nner 2008 von den nationalen Aufsichtsbehörden (zunĂ€chst der OECD-Staaten) verbindlich in Kraft gesetzt. -In ZweifelsfĂ€llen ist der englische Originaltext der Richtlinien verbindlich. Siehe Basel-III, Capital Group, Capital Requirements Directive Transposition Group, German Finish. Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2001, S. 15 ff., Monatsbericht der EZB vom Mai 2001, S. 65 ff., Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2003, S. 45 ff., Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2004, S. 75 ff. (viele ErklĂ€rungen; S. 98 f. wichtige Ăbersicht der Rechtslage), Monatsbericht der EZB vom Januar 2005, S. 53 ff. (dort auch wichtigebelangreiche Definitionen), Jahresbericht 2004 der BaFin, S. 49 ff. (hier auch Einzelheiten zur terminlichen Umsetzung), S. 94 ff. (mit "Regelsetzungs-Pyramide" S. 96), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2006, S. 69 ff. (Umsetzung von Basel-II in deutsches Recht; viele Ăbersichten), Jahresbericht 2006 der BaFin, S. 44 ff. (erste Erfahrungen mit der Umsetzung; offene Probleme).

