BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Beichtgeld auch Beichtkreuzer, Beichtgulden und Àhnlich (penitent's fee)
FrĂŒher in der katholischen und lutherischen Kirche freiwillig geleistete, aber ĂŒblich gewordene Gabe in Bargeld an den Pfarrer, ursprĂŒnglich vor allem nach der Osterbeichte (persönliches, reumĂŒtiges Schuldbekenntnis in Worten vor dem Geistlichen) und daher auch Osterpfennig und Ostergroschen genannt. -Auch wer nicht beichtete, zahlte als Gemeindemitglied das Beichtgeld, das in manchen Gegenden noch bis Ende des 19. Jhts. den Grundstock des Einkommens eines lutherischen Pfarrers bildete. Siehe Ablassgeld, Amtsgeld, Annaten, Denkgeld, Dispensationsgeld, Glockengeld, Kathedralgeld, Kirchgeld, Memoriengeld, Messegeld, Opfergeld, Palliengeld, Peterspfennig, Pönalgeld, Prokurationsgeld, Stolgeld.

