BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

DifferenzgeschĂƒÆ’Ă‚Â€ft, CFDs

DifferenzgeschÀft (margin trading, contracts for difference, CFDs)

BörsentermingeschĂ€ft, das nicht auf den Erwerb von Wertpapieren oder Waren gerichtet ist, sondern lediglich auf einen allfĂ€lligen Gewinn aus der Kursdifferenz. Entsprechende GeschĂ€fte bilden daher die Bewegung zwischen Geldkurs und Briefkurs genau ab und bieten den Vorteil, dass mit einem Bruchteil an Kapital Indizes, Waren, Aktien oder Anleihen "auf Marge" gehandelt werden. Der Anleger kann sowohl auf steigende Kurse setzen (long gehen) oder auf fallende Kurse spekulieren (short gehen). GrundsĂ€tzlich sind die Laufzeiten der jeweiligen Positionen unbegrenzt; freilich verlangen die Broker ab einem bestimmten Verlust in der Regel einen Nachschuss. -Ein entsprechend am Markt handelndes Wirtschaftssubjekt nennt die Ă€ltere Literatur mit dem englischen Wort Stockjobber oder mit dem französischen Ausdruck fĂŒr eine solche Person auch Kulisseur, manchmal auch Agioteur. Siehe Agiotage, Commercials, Daytrading, Devisenhandel, computerisierter, Kulisse, Leerverkauf, Nachschuss-Aufforderung, Option, Rohstoff-Terminvertrag, Spekulation, Spread Bets. Vg. Jahresbericht 2006 der BaFin, S. 164 f. (aufgedeckte GeschĂ€fte).

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen