BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Eigenmittel, Bank

Eigenmittel (equity capital)

Bei einer Bank grundsĂ€tzlich die Summe von Kernkapital (eingezahltes Kapital, offene RĂŒcklagen einschliesslich der HaftrĂŒcklage, Fonds fĂŒr allgemeine Bankrisiken) und ErgĂ€nzungskapital (stille Reserven, Partizipationskapital mit Dividenden-Nachzahlungs-Verpflichtung, nachrangiges Kapital, NeubewertungsrĂŒcklage (Available-for-Sale-Bestand), Haftsummenzuschlag). In Deutschland nach § 10 KWG das "modifizierte verfĂŒgbare Eigenkapital“, das nach einem bestimmten Ansatz zu berechnen ist; siehe diesen im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2006, S. 73. Im EU-Recht in Artikel 56 ff. der Richtlinie 2006/48/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates vom 14. Juni 2006 ĂŒber die Aufnahme und AusĂŒbung der TĂ€tigkeit der Kreditinstitute (Neufassung) wird der Begriff Eigenmittel weitlĂ€ufig und mit Bezug auf andere gemeinschaftsrechtliche Quellen erlĂ€utert. Siehe Gewinn, Eigenkapital, Einlagen, Fremdmittel, Kapital, Kernkapital, Leverage, Prudential Filter, Tier 1, Ultimo- Factoring, Waiver-Regelung. Vgl. Jahresbericht 2005 der BaFin, S. 108 (Risikopuffer- Funktion der Eigenmittel; nicht realisierte Gewinne sind nur bis 45 Prozent beim ErgĂ€nzungskapital anzusetzen), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2006, S. 69 ff. (Umsetzung der Eigenkapitalregelungen nach Basel-II in deutsches Recht).

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen