BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Entlassungs-ProduktivitÀt (dismissing productivity)
Gewerkschaften sehen ProduktivitĂ€t (missverstĂ€ndlich!) meistens nur als das Ergebnis von autonomen technischen Fortschritt und der Arbeitsleistung der (Bank)Mitarbeiter an. Daher verlangen sie jeweils "vollen Lohnausgleich". Steigt nun dadurch der Lohn ĂŒber das Grenzprodukt der Arbeit (ein BeschĂ€ftigter kostet die Bank mehr als das, was er an Ertrag, als in Geld zu bewertende Leistung erwirtschaftet), so mĂŒssen die Banken rationalisieren, nĂ€mlich weitere Mitarbeiter durch intelligente Maschinen ersetzen. Das aber erhöht die BeschĂ€ftigungsschwelle, nĂ€mlich jene Wachstumsrate, ab der die Banken wieder Mitarbeiter einstellen. Auch verlagern Banken als Reaktion auf diese "ProduktivitĂ€ts-Peitsche" (oft hochwertige!) ArbeitsplĂ€tze ins Ausland (Indien!). Siehe Auslagerung, Globalisierung, finanzielle, Datei- Verwaltung, zentralisierte, Hilfsdienste, bankbezogene, Insourcing, Outsourcing-Risiken. Vgl. auch Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2005, S. 23 (Zahl der BeschĂ€ftigten bei Banken in Deutschland, nach Institutsgruppen unterteilt), S. 36 (Personalaufwand seit 1997), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2006, S. 45 ff. (Auswirkungen von Direktinvestitionen; lehrbuchmĂ€ssige Darstellung mit Ăbersichten).

