BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Firmenkreditkarte, ZahlungsvorgĂƒÆ’Ă‚Â€nge

Firmenkreditkarte (business credit card)

ZahlungsvorgĂ€nge (wie etwa bei Reiskosten) in einem Unternehmen werden zwischen einem Arbeitnehmer und dem Unternehmen ĂŒber eine Geldkarte abgewickelt. Dabei erweitert entweder das Unternehmen den mit einem kartenausgebenden Unternehmen bestehenden Vertrag ĂŒber eine Hauptkarte um die Ausgabe von Zusatzkarten fĂŒr bestimmte Mitarbeiter oder es wird ein Einzelkreditkartenvertrag zwischen dem kartenausgebenden Unternehmen und dem einzelnen Arbeitnehmer geschlossen. -Rechtlich besteht in beiden FĂ€llen eine gesamtschuldnerische Haftung des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers fĂŒr die mit der Firmenkreditkarte getĂ€tigten UmsĂ€tze. Wegen vieler damit zusammenhĂ€ngender Rechtsfragen (Missbrauch der Karte durch Nutzung Dritter, Beteiligungsrechte des Betriebsrats bei EinfĂŒhrung einer Firmenkreditkarte, datenschutzrechtliche Vorgaben, steuerliche und sozialversicherungsbezĂŒgliche Streitfragen: die Firmenkreditkarten sind zu einem eigenen Sondergebiet des Arbeitsrechts geworden) werden Firmenkreditkarten in den letzten Jahren nur noch sparsam ausgegeben. Man stattet heute Mitarbeiter eher mit einer Tankkarte oder einer vorausbezahlten Karte zum Bahnfahren aus. Siehe Chipkarte, Community Card, Geld, elektronisches, Geldkarte, Fringe Benefits, Karten-Allianz, Kreditkarte, Kundenkarte, NetzgeldgeschĂ€ft, Plastikgeld.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen