BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Geldabschaffung (money abolition)
Bis heute (vor allem in Foren im Internet) vorgetragene Forderung, das Geld vollstĂ€ndig abzuschaffen. Produzenten liefern ihre Erzeugnisse in eine Tauschbank ab. Dort erhalten sie einen Tausch-Gutschein, berechnet nach dem Einsatzmittel-Aufwand. Dieser gibt nach DIN 69902 -bezogen auf eine Einsatzmittelart (Arbeit, Material usw.) -den jeweiligen Aufwand ihrer Nutzung oder ihres Verbrauchs an. Das alles wird in Arbeitsstunden berechnet. Mit dem Tausch-Gutschein kann der Produzent dann die zur Herstellung notwendigen Faktorleistungen erwerben. -In diesem als "gerecht" in hohem Grade gerĂŒhmten System ist der Produzent jedoch in ĂŒberhaupt keiner Weise gezwungen, auch das herzustellen und zum Tausch anzubieten, was den WĂŒnschen der Verbraucher entspricht. Ohne Produktionsbefehle kann es daher nicht gelingen, die Versorgung mit GĂŒtern sicherzustellen. Manche Geldabschaffer sehen dies auch ein und nehmen eine zentralgeleitete Verwaltungswirtschaft daher in Kauf. Siehe Actuspurus- Grundsatz, Geld, sittliches, Geldstolz, Marktmechanismus, Monetisierung, Schwundgeld, Tausch-Gutschein, Zinsallokations-Funktion, Zinsverbot.

