BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Immunisierung (immunisation)
Hinsichtlich der Deckung des Finanzbedarfs eines Unternehmens die Entscheidung, Mittel zu Investitionen (fast) ausschliesslich ĂŒber Innenfinanzierung (einbehaltene Gewinne und Einlagen der EigentĂŒmer) zu beschaffen, um von AusseneinflĂŒssen (Banken, Verwerfungen auf den FinanzmĂ€rkten) unabhĂ€ngig zu sein. In Bezug auf Finanzanlagen die (vollstĂ€ndige) Abschirmung eines Portfolios gegen allfĂ€llige Risiken der MĂ€rkte. Als einziges Anlagegut kann Gold diesen AnsprĂŒchen genĂŒgen; besonders auch, weil es dazu völlig unabhĂ€ngig von Verfalldaten, ErfĂŒllungsrisiken und Folgeinvestitionen ist. Daher scheuen sich Zentralbanken, ihre GoldbestĂ€nde zu mindern. Denn wenn in Turbulenzen das Vertrauen in eine Zentralbank von Anlagen abhinge, die sich (wie etwa bei der dreitĂ€gigen Schliessung der Börsen nach dem 11. September 2001 in den USA) nicht sofort realisieren lassen, zöge dies das ganze Finanzsystem in einen depressiven Strudel. Die Abriegelung eines nationalen Finanzmarktes gegenĂŒber dem Ausland. Siehe Abschottung, Colbertismus, Selbstfinanzierung.

