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Kerzengeld, FrĂƒÆ’Ă‚ÂŒher

Kerzengeld (candle money)

FrĂŒher festgelegter Beitrag der GlĂ€ubigen zur Bezahlung der (Wachs)Kerzen fĂŒr den gottesdienstlichen Gebrauch in der Kirchengemeinde; heute allgemein durch einen entsprechenden Opferstock zur freiwilligen Bewidmung ersetzt. Abgabe der GlĂ€ubigen fĂŒr das Gehalt des Pfarrers, derzeit vor allem in Russland deren Hauptbesoldungsanteil. GebĂŒhr fĂŒr individuelle Amtshandlungen eines Geistlichen (Kasualien wie Abdankung, Krankensalbung, Taufe oder Hochzeit): Stolgeld. In neuerer Zeit von nicht elektrisch erhellten (Nobel)Restaurants in den Preis eingerechneter Betrag fĂŒr die Beleuchtung mit Kerzen. Siehe Amtsgeld, Beleuchtungsgeld, Kirchgeld, Konduktgeld, Lichtgeld, Memorialgeld, Messegeld.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen