BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Kulisse, BĂƒÆ’Ă‚Â¶rsen

Kulisse (curb market; street market)

An Börsen die Gesamtheit der WertpapierhĂ€ndler (auch Kulissiers [unofficial dealer] und Kulisseure genannt), die im freien Verkehr fĂŒr eigene Rechnung oder fĂŒr Auftraggeber GeschĂ€fte abschliessen. In Deutschland unterliegen auch Kulissiers der Kontrolle durch die Bundesanstalt fĂŒr Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie mĂŒssen demgemĂ€ss alle AuftrĂ€ge zum Kauf und zum Verkauf in ihr Buch (Makler- Skontro) eintragen. In anderer Bedeutung an der Börse (viele kleine) Spekulanten, die weder im Stande sind, die verkauften Wertpapiere zu liefern, noch die gekauften zu beziehen und zu bezahlen. Es handelt sich um reine DifferenzgeschĂ€fte; und die Kulissiers (in der Ă€lteren Literatur auch Stockjobber genannt) pflegen ihre AbschlĂŒsse vorwiegend nach Börsenschluss (via Internet) zu machen. Siehe Agiotage, Börsenmakler, Daytrading, Option, Spekulation.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen