BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

LiquiditĂƒÆ’Ă‚Â€tsformen, LiquiditĂƒÆ’Ă‚Â€t

LiquiditÀtsformen (dimensions of liquidity)

LiquiditĂ€t (ZahlungsfĂ€higkeit, Solvenz) zeigt sich in einem Unternehmen allgemein und in einer Bank im besonderen in mindestens vier Formen. ZunĂ€chst ist hier die kurzfristige LiquiditĂ€t, nĂ€mlich die FĂ€higkeit einer Bank, laufenden Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Die langfristige LiquiditĂ€t bezeichnet das Vermögen, genĂŒgend Refinanzierungsmittel mit lĂ€ngerer Laufzeit aufzunehmen. Als nĂ€chstes ist die Handelbarkeit (FungibilitĂ€t; fungibility) zu nennen, nĂ€mlich die Möglichkeit, Finanzprodukte jederzeit zu einem angemessenen Preis auf dem Finanzmarkt verkaufen zu können, um sich so Bargeld zu verschaffen. Schliesslich gilt es die MarktliquiditĂ€t ins Auge zu fassen als der Möglichkeit, jederzeit Geld ĂŒber die MĂ€rkte aufzunehmen. -Bei der Subprime-Krise zeigte sich, dass die beiden letzten Gelegenheiten plötzlich nicht mehr gegeben waren. Siehe Acid Ratio, BörsenliquiditĂ€t, FlĂŒssigmachung, Geldmarkt-Segmente, Geldschöpfung, LiquiditĂ€tsposition, LiquiditĂ€ts- prĂ€mien-Theorie, LiquiditĂ€tsquote, MarktliquiditĂ€tsrisiko, Quick-Ratio, RisikofĂ€higkeit, SolvabilitĂ€t.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen