BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

LiquiditĂƒÆ’Ă‚Â€tsrisiko, Gefahr

LiquiditÀtsrisiko (liquidity risk)

Allgemein die Gefahr, nicht genĂŒgend LiquiditĂ€t zur VerfĂŒgung zu haben, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Durch eine genaue Finanzplanung lĂ€sst sich dieses Risiko mindern. Bei Banken ein allfĂ€lliger Verlust vor allem daraus, dass eine grosse Zahl von Einlegern aus irgend einem Grund ihre Depositen gleichzeitig abhebt (Abrufrisiko), die Bank ihre kurzfristige Kreditaufnahme nicht oder nur zu gestiegenen Kosten ĂŒber den Interbanken-Geldmarkt verlĂ€ngern kann (Refinanzierungsrisiko); Grund dafĂŒr könnte beispielsweise die Herabstufung des Instituts durch Rating-Agenturen sein. -Allgemein sieht man ein höheres LiquiditĂ€tsrisiko bei sehr grossen, weitverzweigten Instituten. Manchmal rechnet man dem auch die Gefahr bei, aufgrund aussergewöhnlicher UmstĂ€nde Vermögenswerte nur mit einem Abschlag am Markt in Bargeld umwandeln zu können (MarktliquiditĂ€tsrisiko). Siehe Bankengeldmarkt, EURIBOR, Gigabank, LIBOR; LiquiditĂ€tsformen, Marktrisiko, Risiko, banktechnisches, Risiko, operationelles, Risikomanagement, Solvenzaufsicht, Terminrisiko. Vgl. Monatsbericht der EZB vom August 2002, S. 60 f.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen