BĂRSENLEXIKON ARTIKEL
Modelle, geldpolitische (models of central bank policy)
Die Zentralbank bedient sich ökonomischer Modelle, um sich ein Bild ĂŒber die zu erwartende Entwicklung des Preisniveaus zu machen. Solche Modelle mĂŒssen möglichst treffend die ZusammenhĂ€nge zwischen Preisniveau, Geldmenge und anderen Einflussgrössen (wie etwa die Wechselkurse, die EinfĂŒhrung neuer Produktionsverfahren oder VerĂ€nderungen in den allgemeinen Rahmenbedingungen [bei der EZB vor allem: die Aufnahme neuer Teilnehmer in die WĂ€hrungsgemeinschaft]) auf die Preise abbilden. Weil aber nun aber Modelle immer Vereinfachungen der vielfĂ€ltig vermaschten Wirklichkeit sind, so mĂŒssen viele Einflussgrössen ausser Betracht bleiben. Welche Modellgrössen mit welchem Gewicht in Ansatz zu bringen sind, und welche man ausser Acht lassen kann, bleibt jedoch umstritten. Das wird dann zu einem Problem der Entscheidungsfindung, wenn verschieden gebildete Modelle unterschiedliche geldpolitische Handlungen empfehlen. Siehe Bremsweg, geldpolitischer, Erdölpreis-Schocks, Hurrikan-Schocks, Long-Lag-Theorie, Modellunsicherheit, Schocks, strukturelle, Strukturunsicherheit, Taylor-Regel, Unsicherheit, Wort Case Szenario. Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2004, S. 16 f.

