Negativauslese (adverse selection)
Veröffentlicht am: 15.04.2008 um 00:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Auf FinanzmĂ€rkten die Tatsache, dass Banken die BonitĂ€t der Kreditnehmer (auch bei hohem Standard des Ratings) nie mit letzter Genauigkeit einschĂ€tzen können, daher in ihren Konditionen (Zins) sich kalkulatorisch auf einen Durchschnitt einstellen mĂŒssen, somit die erstklassigen Kreditnehmer (highquality borrowers) sich schlechter stellen (weil sie hinsichtlich ihrer BonitĂ€t zu hohe Kreditkosten zahlen mĂŒssen), diese erstklassigen Kreditnehmer daher rentable Investitionen unterlassen, wĂ€hrend minder gute Kreditnehmer (low-quality [auch: subprime] borrowers) zu weniger erfolgreichen oder gar verlustbringenden Investitionen angereizt werden (weil sie in Bezug auf ihre tatsĂ€chliche BonitĂ€t zu niedrige Kreditkosten zahlen mĂŒssen) und es damit letztlich zu einer Fehlleitung knapper Ressourcen kommt: das Geld wandert nicht zum "besten Wirt". Siehe FinanzierungsprĂ€mie, externe, Hausbank, Information, asymmetrische, Kreditabsorption, Mittelstandsbank, Moral Hazard, Rating, Risiko, Strukturumbruch, Versicherungsunsicherheiten.
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