BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Outsourcing, Bezug

Outsourcing (outsourcing)

In Bezug auf Banken allgemein die Auslagerung bestimmter Aufgabenbereiche an andere (grössere) Unternehmen der Branche oder an eigens dafĂŒr spezialisierte Firmen (wie: Steuerberater, EDV-Firmen, Werbeagenturen, Bewachungsdienste, Kreditfabriken), die sich ihrerseits mit ihren Dienstleistungen ausschliesslich oder vorwiegend auf Banken eingestellt haben. Mit dem Outsourcing werden Fixkosten in variable Kosten umgewandelt; das Institut zahlt grundsĂ€tzlich nur fĂŒr die tatsĂ€chlich in Anspruch genommenen Leistungen. Mit Zustimmung der Bundesanstalt fĂŒr Finanzdienstleistungen darf auch die Aufgabe des GeldwĂ€sche-Beauftragten auf ein grösseres Institut ausgelagert werden. -In der Regel versteht man unter Outsourcing (Auslagerung) mehr die Übertragung von banklichen Hilfsdiensten. Werden zentrale GeschĂ€ftsfelder an andere (und in diesem Falle dann an andere Institute) ĂŒbergeben, so spricht man hĂ€ufig von Business Process Outsourcing (BPO). Werden zusĂ€tzliche betriebliche Funktionen (etwa TĂ€tigkeit als Inkubator) in die Bank aufgenommen oder ausgelagerte Bereiche zurĂŒckgeholt, so spricht man von Insourcing. Siehe Auslagerung, Insourcing, Kreditfabrik, Managed Account, Spin-off, Transaktionsbank. Vgl. Jahresbericht 2003 der BaFin, S. 69, S. 85 f.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen