BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Sekel, Scheckel

Sekel, auch Scheckel (sekel)

Weithin gebrĂ€uchliche MĂŒnze im frĂŒhen Altertum (der Name bezeichnet ein altes hebrĂ€isches, phönizisches und babylonisches Gewicht). Viele alte Dokumente, vor allem auch die Schriften des Alten Testaments, drĂŒcken Wertangaben in dieser Geldeinheit aus. Ausgrabungen weisen einen unterschiedlichen Edelmetall-Gehalt (in der Regel Silber, daneben [seltener] Gold) des Sekels auf. Auch das Gewicht der FundstĂŒcke schwankt erheblich, was auf einen Wandel der MĂŒnze durch die Jahrhunderte hindeutet. Die genau Bestimmung des zur jeweiligen Zeit gĂŒltigen Geldwertes eines Sekel und damit seiner Kaufkraft im Binnenverkehr sowie die Umrechnung in andere zeitgenössische Geldeinheiten (Aussenwert des Sekels) ist daher ein besonderes Gebiet der Numismatik geworden. -Es galt ab etwa 100 v. Chr. grundsĂ€tzlich 60 Sekel = 1 Mine und 60 Minen = 1 Talent. Siehe Amalfiner, Dareiko, Florentiner, MĂŒnze, MĂŒnzsystem, römisches, Samarkander, Stater, Urukagina-Regel.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen