BÖRSENLEXIKON ARTIKEL

Spekulation, TĂƒÆ’Ă‚Â€tigkeit

Spekulation (speculation)

Allgemein die TĂ€tigkeit mit dem Ziel, aus einer fĂŒr die Zukunft erwarteten MarktverĂ€nderung Nachteile zu vermeiden bzw. Vorteile zu gewinnen. GeschĂ€fte, bei denen sehr hohe Risiken hinsichtlich des Gewinns oder des Verlustes eingegangen werden An Börsen der Versuch, durch den Kauf (Verkauf) von Terminkontrakten aus PreisĂ€nderungen auf dem Finanzmarkt oder Warenmarkt Gewinn zu erzielen. Der Spekulant ĂŒbernimmt dabei das Risiko, welches der Absicherer (Hedger) einem Partner zu ĂŒbertragen sucht. Damit verschafft der Spekulant dem Markt die notwendige LiquiditĂ€t. In Deutschland ist es nach § 23 BörsG verboten, Unerfahrene zu SpekulationsgeschĂ€ften zu verleiten. Abwertende Bezeichnung fĂŒr risikofreudige Marktteilnehmer ĂŒberhaupt mit der Behauptung, sie wĂŒrden (weltweit) Ungleichgewichte hervorrufen. Nicht also die Ursache (schlechte Politik und dadurch entsprechende Erwartungen der Wirtschaftssubjekte), sondern die Wirkung (RĂŒckzug aus den krisenverdĂ€chtigen Engagements) wird angeprangert. Siehe Agiotage, AufklĂ€rungspflicht, Derivate-Informationspflicht, Derivate-Kodex, DifferenzgeschĂ€fte, Finanzgeier, Herstatt-Pleite, MeinungskĂ€ufe, Option, Rendite, implizite, Risikobericht, Risikotransformation, Rohstoff-Terminvertrag, Soros-Spekulation, Spread Bets, Vieleck, magisches, Vorschatten-Effekte, Waren- Terminkontrakt.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen