Strukturumbruch, Strukturwandel

Strukturumbruch (structural upheaval)

Veröffentlicht am: 15.04.2008 um 00:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Ein plötzlich eintretender Strukturwandel und fast immer auch verbunden mit schweren Störungen auf dem Finanzmarkt

Ein plötzlich eintretender Strukturwandel und fast immer auch verbunden mit schweren Störungen auf dem Finanzmarkt. Dies tritt dann ein, wenn bestĂ€ndige, durch den Marktmechanismus bedingte Anteilsverschiebungen zwischen Wirtschaftsektoren und Branchen verhindert werden. Je lĂ€nger wettbewerbsverzerrende Regulierungen eine Anpassung an die MarktkrĂ€fte verzögern oder sogar verhindern, desto einschneidender fĂ€llt in der Regel der Strukturumbruch aus (Betriebsschliessungen, Massenentlassungen, politische Spannungen). Über die Zeit hinweg verschlechtert sich zunehmend die ProduktivitĂ€t (VerhĂ€ltnis Faktoreinsatz zu Leistung) und Wirtschaftlichkeit (VerhĂ€ltnis Kosten zu Leistung) der geschĂŒtzten Branchen. Der Missmut der Verbraucher steigt, und die auslĂ€ndische Konkurrenz strebt nach einer stĂ€rkeren MarktprĂ€senz. Das fĂŒhrt schliesslich dazu, dass der Regulierungsschutz der Branchen unterlaufen oder aufgehoben wird. Siehe Subventionen, Verkrustungen, strukturelle.

© UniversitÀtsprofessor Dr. Gerhard Merk, UniversitÀt Siegen

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