Single European Payment Area, SEPA (so auch im Deutschen gesagt; seltener: einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum)
15.04.2008 - 00:20:39
Von der EU-Kommission zunĂ€chst im Jahre 2002 vorgegebenes Ziel, wonach innert des Eurogebietes EU ab 1. Juli 2003 Preise fĂŒr grenzĂŒberschreitende Ăberweisungen bis 12 500 EUR (gleich ob per Kreditkarte, Debitkarte, BankĂŒberweisung, Lastschrift oder auf einem anderen Weg) den inlĂ€ndischen Preisen anzugleichen waren. Nachdem aus verschiedenen (vor allem auch: organisatorischen) GrĂŒnden dieses Ziel nicht erreicht wurde, geschah die EinfĂŒhrung am 28. Januar 2008 und bezog nun sĂ€mtliche ZahlungsvorgĂ€nge ein. Zudem wurde ein straffes Regelwerk geschaffen, das einen reibungslosen technischen Ablauf garantieren soll. -Die EinfĂŒhrung des SEPA in gar 31 europĂ€ischen LĂ€ndern wurde jener des Euro gleichgestellt; es handelte sich auch hier um eine grundlegende VerĂ€nderung (oft jahrhundertelang eingefahrener) und EU-weite Angleichung nationaler Verrechnungssysteme; eine solche gilt auch als Voraussetzung fĂŒr eine europĂ€ische Karten-Allianz. Bis dahin wurden jĂ€hrlich rund 60 Mrd Transaktionen ĂŒber die Bankkonten in den EU-Staaten auf unterschiedlichen technischen Systemen sowie auch nach lĂ€ndereigenen Sicherheits-Standards abgewickelt. Die Systeme waren in der Regel nicht vertrĂ€glich miteinander, sondern "Insellösungen". Die Umstellung auf SEPA kostete den beteiligten Banken rund zehn Mrd. EUR.-Mit Electronic SEPA (eSEPA) sollen in einem nĂ€chsten Schritt alle Kommunikationsmittel, einschliesslich der Mobiltelephone und des Internets, fĂŒr den Zahlungsverkehr im Eurogebiet organisiert werden. Siehe European Payments Council. Vgl. sehr ausfĂŒhrlich Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2005, S. 29 ff. (mit zahlreichen Ăbersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2006, S. 98 ff. (Stand des Vorhabens; Verrechnung von Kartentransaktionen im System).

