Barrick Mining: 98 Cent je Aktie schlagen SchÀtzung
14.05.2026 - 00:38:44 | boerse-global.deRekordhohe Goldpreise liefern Barrick Mining ein starkes Quartal. Unter der OberflÀche bleibt Mali der Störfaktor: Der wichtige Loulo-Gounkoto-Komplex lÀuft noch nicht rund. Genau dieser Gegensatz prÀgt die Aktie nach den Zahlen.
Am Mittwoch notiert der Titel bei 61,24 CAD, ein Minus von 2,51 Prozent. Auf Wochensicht steht trotzdem ein Plus von 7,92 Prozent. Der Markt nimmt also Gewinne mit, stellt die Erholung aber nicht infrage.
Goldpreis treibt Gewinnsprung
Der wichtigste Hebel war der Goldpreis. Barrick erzielte im Schnitt 4.823 Dollar je Unze, 66 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das schlug direkt auf Umsatz, Gewinn und Cashflow durch.
Der Nettogewinn sprang auf 1,60 Milliarden Dollar, nach 474 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg auf 5,22 Milliarden Dollar. Damit wuchs Barrick deutlich schneller als die Produktion.
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Auch beim Cashflow ĂŒberzeugte der Konzern. Der operative Mittelzufluss kletterte auf 2,55 Milliarden Dollar. Der zurechenbare freie Cashflow erreichte 1,21 Milliarden Dollar und gab der Bilanz weiteren Spielraum.
Bereinigt verdiente Barrick 98 Cent je Aktie. Analysten hatten im Schnitt nur 78 Cent erwartet. BMO-Analyst Matthew Murphy sprach von einem starken Jahresauftakt und verwies auf bessere Kosten sowie robuste BeitrÀge aus Amerika.
Amerika liefert, Mali bremst
Die Produktion lag bei 719.000 Unzen Gold und damit vier Prozent ĂŒber dem Vorjahr. Barrick ĂŒbertraf damit auch die eigene Spanne von 640.000 bis 680.000 Unzen. Soweit so gut.
Nordamerika war der klare Treiber. Die Region produzierte 457.000 Unzen und erzielte 1,55 Milliarden Dollar zurechenbares EBITDA. Die Marge lag bei 69 Prozent, gestĂŒtzt durch starke Leistungen bei Nevada Gold Mines.
Auf der Kostenseite blieb Barrick diszipliniert. Die nachhaltigen Gesamtkosten sanken um vier Prozent auf 1.708 Dollar je Unze. In einem inflationÀren Minenumfeld ist das ein wichtiger Punkt.
In Mali bleibt die Lage komplizierter. Barrick will den Vertrag mit Gounkoto Mining Services im Jahr 2026 nicht verlĂ€ngern. Der Dienstleister hat KĂŒndigungsschreiben an mehr als 600 BeschĂ€ftigte verschickt.
Ein lokaler Anbieter soll GMS bis Jahresende ersetzen. Dann soll auch ein Tagebau bei Loulo-Gounkoto wieder anlaufen. Zwei andere Tagebaue, Baboto und Gara West, fördern bereits wieder mit lokalen Betreibern.
Die Produktion des Komplexes liegt aber weiter unter frĂŒheren Niveaus. Monate mit Störungen und staatlicher Ăbergangsverwaltung haben Spuren hinterlassen. Malis GoldausstoĂ fiel in diesem Jahr um 23 Prozent.
Projekte rĂŒcken nach vorn
Neben dem TagesgeschĂ€ft arbeitet Barrick an gröĂeren Wachstumsprojekten. In Sambia kommt die Erweiterung von Lumwana leicht schneller voran als geplant. Die erste Kupferproduktion peilt der Konzern bis Ende des ersten Quartals 2028 an.
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Nach dem Ausbau soll Lumwana deutlich gröĂer werden. Die jĂ€hrliche Kupferproduktion soll von 117.000 Tonnen auf 240.000 Tonnen steigen. Damit wĂŒrde das Projekt im Konzernmix spĂŒrbar mehr Gewicht bekommen.
In Nevada treibt Barrick das Fourmile-Projekt voran. ZusĂ€tzliche SicherheitsmaĂnahmen erlaubten Bohrungen auch im Winter. Dadurch gewann der Konzern mehr als drei Monate Bohrzeit und will das Programm 2026 ausweiten.
Die Jahresprognose bleibt bei 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen Gold. FĂŒr das zweite Quartal erwartet Barrick eine höhere Förderung als im Auftaktquartal. Die Quartalsdividende liegt bei 0,175 Dollar je Aktie, zahlbar am 15. Juni fĂŒr eingetragene AktionĂ€re am 29. Mai.
Bis zum SpĂ€tsommer rĂŒckt nun auch der geplante nordamerikanische Börsengang in den Blick. Operativ zĂ€hlt bis dahin vor allem Mali: Stabilisiert sich Loulo-Gounkoto, bekommt Barricks Goldpreis-Hebel eine deutlich sauberere Basis.
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