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Borussia Dortmund-Aktie (DE0005493092): Kurs im Fokus vor Indexanpassungen

11.06.2026 - 13:42:02 | ad-hoc-news.de

Die Borussia Dortmund-Aktie pendelt aktuell um 3 Euro, wĂ€hrend an den MĂ€rkten die anstehenden IndexĂ€nderungen zum 22. Juni im Blick stehen. FĂŒr BVB-Anteilseigner rĂŒckt damit der nĂŒchterne Blick auf Bewertung und GeschĂ€ftsmodell erneut in den Vordergrund.

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Von AD HOC NEWS - Redaktion Unternehmen & Analysen Team | 11.06.2026

Die Borussia Dortmund-Aktie notiert zur Wochenmitte bei rund 3,00 Euro und bewegt sich damit in einem ruhigen Fahrwasser, wĂ€hrend der Markt insgesamt bereits auf die anstehenden IndexĂ€nderungen zum 22. Juni blickt. In den Übersichten der Finanzportale zu den Anpassungen in wichtigen Indizes taucht der BVB derzeit zwar nicht als direkter Änderungsfall auf, doch die Kursmarke von etwa 3,00 Euro und eine leichtere TagesverĂ€nderung von knapp 1 Prozent unterstreichen, dass der Titel klar im Small- und Mid-Cap-Segment verortet bleibt. FĂŒr Privatanleger ist damit weniger ein sprunghafter Indexeffekt entscheidend als vielmehr die nĂŒchterne Frage, wie sich das börsennotierte Fußballunternehmen im Wettbewerbsumfeld und im Kapitalmarktvergleich positioniert.

Indexkontext und Marktumfeld: Wo die BVB-Aktie derzeit steht

Hintergrund fĂŒr den aktuellen Blick auf die Marktstruktur sind die von der Deutschen Börse und internationalen Indexanbietern regelmĂ€ĂŸig veröffentlichten Listen mit Änderungen in Leitindizes wie DAX, MDAX, SDAX oder internationalen Benchmarks, die in KĂŒrze umgesetzt werden. In den jĂŒngsten Übersichten zu den per 22. Juni wirksam werdenden Anpassungen werden etwa Umstufungen bei Infrastruktur- und Industrieunternehmen genannt, wĂ€hrend Borussia Dortmund in diesen Listen nicht als Auf- oder Abstiegskandidat gefĂŒhrt wird. Das bestĂ€tigt indirekt die Einordnung des Vereins in einer Kapitalmarktnische, in der Fußballwerte zwar börsennotiert sind, aber hinsichtlich Marktkapitalisierung und Handelsvolumen nicht zu den Schwergewichten des deutschen Aktienmarktes zĂ€hlen.

FĂŒr Borussia Dortmund ergibt sich daraus eine besondere Ausgangslage: Einerseits profitiert der Verein von der Transparenzpflicht eines börsennotierten Unternehmens, die von der Ad-hoc-Kommunikation bis zum detaillierten GeschĂ€ftsbericht reicht. Andererseits bleibt der Handel in der Aktie im Vergleich zu klassischen DAX-Schwergewichten deutlich weniger von indexgetriebenen ETF-Strömen geprĂ€gt. Finanzportale listen den BVB-Kurs derzeit mit rund 3,00 Euro und einer TagesverĂ€nderung von knapp unter 1 Prozent, was auf eine Momentaufnahme ohne besondere kursbewegende Ereignisse hindeutet. FĂŒr kurzfristig orientierte Marktteilnehmer spielen in solchen Phasen eher Trading-Instrumente und Derivate eine Rolle, wĂ€hrend fundamental orientierte Anleger verstĂ€rkt auf die lĂ€ngerfristige wirtschaftliche Entwicklung des Vereins schauen.

Ein weiterer Marktindikator ist die verfĂŒgbare Palette an Hebelprodukten und Zertifikaten auf die Borussia Dortmund-Aktie, die auf spezialisierten Plattformen gefĂŒhrt wird. Dort finden sich klassische Turbo- und Knock-out-Produkte, die gezielt auf Kursbewegungen des BVB-Titels ausgelegt sind und mit Kennzahlen wie Hebel, Basispreis und Laufzeit versehen werden. Solche Instrumente unterstreichen, dass die Aktie trotz ihrer vergleichsweise kleinen Marktkapitalisierung ein aktives Derivateumfeld besitzt und damit auch fĂŒr kurzfristige Strategien genutzt wird. Gleichzeitig verdeutlicht die Existenz eines breiten Hebelangebots, dass die BVB-Aktie in Phasen sportlicher Höhepunkte oder Transferspekulationen durchaus zu stĂ€rkeren Schwankungen neigen kann, auch wenn der heutige Handelstag davon noch unberĂŒhrt bleibt.

Aus Investorensicht ist zudem relevant, wie Börsenkommentatoren Fußballaktien generell einschĂ€tzen. Analysen in Wirtschaftsmagazinen und Finanzportalen zeichnen ein eher zurĂŒckhaltendes Bild: FĂŒr Kleinanleger lohnen sich Beteiligungen an Clubs wie Borussia Dortmund oder anderen Fußballvereinen laut einer Auswertung von Capital und anderen Medien nur bedingt, da sportliche Erfolge nicht verlĂ€sslich in stabile Kurssteigerungen oder Dividendenströme ĂŒbersetzt werden. WĂ€hrend Titel aus klassischen Branchen hĂ€ufig durch skalierbare GeschĂ€ftsmodelle, kontinuierliche Margen und berechenbare Cashflows punkten, gelten Fußballaktien vielen Experten eher als Spezialwerte, deren Performance stark von unplanbaren sportlichen Ergebnissen und Transferzyklen abhĂ€ngt.

Parallel dazu wird in Hintergrundberichten hervorgehoben, dass die Börsenbewertung einzelner Clubs trotz großer Fanbasis und hoher medialer PrĂ€senz vergleichsweise moderat ausfallen kann. So wird in Analysen zum Thema Fußballaktien und zur anstehenden Fußball-WM unter anderem darauf hingewiesen, dass Borussia Dortmund an der Börse mit einem Unternehmenswert im dreistelligen Millionenbereich gehandelt wird, was deutlich hinter der Wertschöpfung globaler Sport- und Medienkonzerne zurĂŒckbleibt. Kommentatoren sprechen hier von einer Diskrepanz zwischen emotionaler Wahrnehmung und nĂŒchterner Kapitalmarktlogik: WĂ€hrend das Stadion regelmĂ€ĂŸig ausverkauft ist und die Marke international bekannt ist, sehen Investoren aufgrund der volatilen Ertragslage und der hohen AbhĂ€ngigkeit von sportlichen Ergebnissen weniger Spielraum fĂŒr hohe Bewertungsmultiplikatoren.

Die Rolle im Indexkontext wird dadurch zusĂ€tzlich eingegrenzt: GrĂ¶ĂŸere institutionelle Investoren, die strengen Benchmark-Vorgaben unterliegen, richten ihren Fokus naturgemĂ€ĂŸ stĂ€rker auf DAX- oder MDAX-Werte, die in globalen Indizes breit vertreten sind. Borussia Dortmund bleibt damit vor allem ein Spezialwert fĂŒr Anleger, die gezielt eine Fußball-Exposure im Depot suchen oder auf besondere Sondersituationen wie erfolgreiche internationale Kampagnen oder Transfergewinne setzen. Dass der Titel in den aktuellen Indexanpassungslisten nicht auftaucht, bedeutet in diesem Licht weniger ein negatives Signal, sondern vielmehr die BestĂ€tigung des Status als Nischenwert, der unabhĂ€ngig von Standardindex-Strömen bewertet wird.

GeschÀftsmodell und Strukturen: Was hinter der BVB-Aktie steckt

FĂŒr die Einordnung des aktuellen Kurses lohnt der Blick auf das zugrunde liegende GeschĂ€ftsmodell, das sich trotz Börsennotierung klar von klassischen Industrie- oder Technologiewerten unterscheidet. Borussia Dortmund erwirtschaftet seine Erlöse im Kern aus mehreren SĂ€ulen: Spieltagserlöse aus Ticketing und Hospitality, nationale und internationale Medienrechte, Sponsoring- und Werbepartnerschaften, Merchandising sowie Transfererlöse aus SpielerverkĂ€ufen. Branchenanalysen zu Fußballaktien betonen regelmĂ€ĂŸig, dass diese Erlösstruktur mit hohen Fixkosten, starken Schwankungen und einer ausgeprĂ€gten ErgebnisvolatilitĂ€t einhergeht. So können Champions-League-Teilnahmen oder tiefere TurnierlĂ€ufe die Einnahmen in einem Jahr deutlich nach oben treiben, wĂ€hrend ein frĂŒhes Ausscheiden oder das Verpassen eines Wettbewerbs entsprechend belastet.

Die besondere AusprĂ€gung dieses GeschĂ€ftsmodells erklĂ€rt auch, weshalb sich Fußballaktien an der Börse oft anders verhalten als klassische Konsum- oder Industrieunternehmen. Kapitalmarktanalysen weisen darauf hin, dass sportliche Großereignisse kurzfristig die Fantasie befeuern können, langfristig aber nicht zwangslĂ€ufig zu stabilen Renditen fĂŒhren. WĂ€hrend ein Titelgewinn oder eine erfolgreiche Europapokalsaison die Wahrnehmung und Einnahmen temporĂ€r stĂ€rkt, kehrt der Markt hĂ€ufig rasch zur nĂŒchternen Betrachtung zurĂŒck: Lohnkosten, Transfersummen, Investitionen in Infrastruktur und der Wettbewerb um Talente sorgen dafĂŒr, dass nur ein Teil der zusĂ€tzlichen Einnahmen tatsĂ€chlich in den Gewinn durchschlĂ€gt. FĂŒr einen börsennotierten Club wie Borussia Dortmund bedeutet das, dass sich der Aktienkurs ĂŒber die Jahre hinweg weniger an linearen Wachstumsmodellen orientiert, sondern vielmehr an Zyklen aus sportlichen Erfolgen, Kaderwertentwicklung und Medienvertragsphasen.

Ein weiterer Aspekt, der in Analysen zu Fußballaktien hervorgehoben wird, ist die besondere AktionĂ€rsstruktur und der große Einfluss von Faninteressen. Anders als bei vielen Industriewerten, bei denen Finanzinvestoren oder strategische AnkeraktionĂ€re dominieren, spielt bei Borussia Dortmund eine breite Basis aus Privatanlegern und AnhĂ€ngern eine Rolle, die sich ĂŒber den Kauf von Aktien symbolisch an „ihrem“ Club beteiligen. Die Berichterstattung etwa der Tagesschau zum Thema BVB und Fanbeteiligung verweist darauf, dass in Deutschland neben der Aktie auch Anleihen eingesetzt wurden, um Kapital zu beschaffen, wĂ€hrend gleichzeitig die 50+1-Regel und Mitgliederstrukturen die Kontrolle ĂŒber den Verein sichern. Diese Konstellation macht die Kommunikation des Clubs am Kapitalmarkt komplexer, da sowohl emotionale Bindungen als auch klassische Renditeerwartungen adressiert werden mĂŒssen.

Besonders im Hinblick auf Indexzugehörigkeiten und Free-Float-Betrachtungen spielt die AktionĂ€rsstruktur eine Rolle. Ein hoher Anteil langfristig orientierter GroßaktionĂ€re oder strategischer Partner kann den frei handelbaren Streubesitz begrenzen, was wiederum die Chancen auf eine Aufnahme in grĂ¶ĂŸere Indizes beeinflusst. Zwar sind die genauen Streubesitzquoten und Beteiligungsstrukturen jeweils in den GeschĂ€fts- und Finanzberichten von Borussia Dortmund nachzulesen, doch Medienberichte und Analysen unterstreichen, dass Fußballclubs an der Börse typischerweise eine Mischstruktur aus institutionellen Investoren, Privatanlegern und fanorientierten AktionĂ€ren aufweisen. FĂŒr den Handel am heimischen Markt bedeutet dies, dass TagesumsĂ€tze und LiquiditĂ€t oftmals niedriger ausfallen als bei zyklischen Standardwerten, was wiederum Einfluss auf die Handelsspannen und die Reaktionsgeschwindigkeit des Kurses auf Nachrichten haben kann.

Sportliche Ereignisse bleiben dabei der entscheidende kurzfristige Kurstreiber. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass das Erreichen spĂ€ter K.o.-Runden in europĂ€ischen Wettbewerben, spektakulĂ€re Transfers oder Trainerwechsel im Umfeld von Borussia Dortmund regelmĂ€ĂŸig auch an der Börse Spuren hinterlassen. Die Tagesschau berichtete etwa darĂŒber, dass der Club in der Champions League wieder in der europĂ€ischen Spitze auf sich aufmerksam machte, was in der öffentlichen Wahrnehmung fĂŒr zusĂ€tzliche Aufmerksamkeit sorgte. FĂŒr die Aktie kann dies in Phasen mit hoher medialer PrĂ€senz zu erhöhten Handelsvolumina fĂŒhren, auch wenn die lĂ€ngerfristige Kursentwicklung stĂ€rker von strukturellen Faktoren wie Medieneinnahmen, Kostenmanagement und Kaderwert abhĂ€ngt.

Auf der operativen Ebene gehört zur BVB-Story zudem der kontinuierliche Ausbau des Frauen- und MĂ€dchenfußballs. Die jĂŒngste Meldung des Vereins, dass sich Borussia Dortmund zur Saison 2026/27 mit der erfahrenen Defensivspielerin Jacqueline Meißner verstĂ€rkt, zeigt, wie der Club seine sportliche Basis verbreitert. Die 32-jĂ€hrige Dortmunderin wechselt ablösefrei vom Bundesliga-Absteiger SGS Essen und erhĂ€lt beim BVB einen Vertrag fĂŒr die kommende Saison. Solche Personalien spielen zwar kurzfristig keine zentrale Rolle fĂŒr die Aktie, sind aber ein Baustein in der strategischen Weiterentwicklung des Gesamtvereins, der perspektivisch das Markenprofil schĂ€rft und neue Erlöspotenziale – etwa im Bereich Merchandising und Zuschauerinteresse – erschließen kann.

Dass der Verein solche Schritte kommunikativ offensiv ĂŒber die eigene Website und die Investor-Relations-Plattform begleitet, unterstreicht den Anspruch, sowohl gegenĂŒber Fans als auch gegenĂŒber Kapitalmarktteilnehmern Transparenz zu schaffen.[BVB Website][Investor Relations] Der Transfer von Jacqueline Meißner ist dabei ein Beispiel dafĂŒr, wie der Club sportliche Entwicklung und öffentliche Kommunikation verzahnt: Die Meldung erlĂ€utert Herkunftsverein, Position und VertragsmodalitĂ€ten und zeigt, dass der BVB auch im Frauenbereich auf Erfahrung und regionale Bindung setzt. FĂŒr Investoren ist dies ein Signal, dass die Frauenmannschaft nicht nur als AnhĂ€ngsel, sondern als strategischer Wachstumsbereich betrachtet wird, was in Zukunft auch auf Sponsoring- und Medienebene relevant werden kann.

Bewertung und Privatanlegerperspektive: Fußballaktien im Check

FĂŒr Privatanleger ist die entscheidende Frage, wie sich ein Engagement in der Borussia Dortmund-Aktie gegenĂŒber alternativen Investments darstellt. FachbeitrĂ€ge zu Fußballaktien betonen immer wieder, dass sich ein Investment in börsennotierte Clubs strukturell von klassischen Branchen unterscheidet: Der Ertragsmix ist volatiler, die Kostenbasis hoch und die Planbarkeit eingeschrĂ€nkt. Capital hebt hervor, dass sich ein finanzielles Engagement fĂŒr Kleinanleger zumeist nur dann lohnt, wenn man sich der besonderen Risikostruktur bewusst ist und die Aktie eher als Beimischung und weniger als Kerninvestment betrachtet. WĂ€hrend Glanzleistungen auf dem Platz die Stimmung heben können, spiegeln sich sportliche Erfolge nicht automatisch und schon gar nicht dauerhaft in steigenden Kursen wider, wie historische KursverlĂ€ufe europĂ€ischer Fußballclubs zeigen.

In Medienanalysen wird zudem darauf hingewiesen, dass Fußballaktien hĂ€ufig eine Diskrepanz zwischen emotionalem Wert und ökonomischer Bewertung aufweisen. Fans sind bereit, fĂŒr Tickets, Trikots und Fanartikel regelmĂ€ĂŸig Geld auszugeben, doch an der Börse werden Clubs auf Basis von UmsĂ€tzen, Gewinnen, Schuldenstand und Vermögenswerten bewertet. Dabei wirken sich hohe Personalkosten und die Notwendigkeit, laufend in Spielerkader und Infrastruktur zu investieren, dĂ€mpfend auf die ProfitabilitĂ€t aus. Das fĂŒhrt dazu, dass die Marktkapitalisierung vieler Fußballclubs im internationalen Vergleich hinter anderen Branchen mit Ă€hnlichen UmsĂ€tzen zurĂŒckbleibt. Kommentatoren verweisen beispielhaft auf Borussia Dortmund, dessen Börsenwert trotz großer Fangemeinde und regelmĂ€ĂŸiger Europapokalteilnahmen im mittleren dreistelligen Millionenbereich liegt.

FĂŒr die tĂ€gliche Kursbeobachtung spielen darĂŒber hinaus psychologische Faktoren eine Rolle. Der BVB-Kurs reagiert traditionell sensibel auf sportliche EnttĂ€uschungen wie das Verpassen wichtiger Wettbewerbe oder frĂŒhe Pokalaus im internationalen GeschĂ€ft, wĂ€hrend spektakulĂ€re Siege oder ĂŒberraschende Erfolge in der Champions League kurzfristige Kursspitzen auslösen können. FĂŒr langfristig orientierte Anleger ist es daher wichtig, die individuelle RisikotragfĂ€higkeit realistisch einzuschĂ€tzen und die hohe VolatilitĂ€t solcher Ereignisse in die Depotplanung einzubeziehen. Wer den Wert beobachtet, sollte neben der sportlichen Tagesform immer auch Kennzahlen wie Umsatzentwicklung, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), Nettofinanzverschuldung und Investitionen in Kader und Infrastruktur im Blick behalten, wie sie regelmĂ€ĂŸig in den GeschĂ€ftsberichten und Quartalszahlen kommuniziert werden.

Ein weiterer Gesichtspunkt, den Kommentatoren zu Fußballaktien betonen, ist die vergleichsweise geringe Dividendentradition in diesem Segment. WĂ€hrend viele etablierte DAX- und MDAX-Konzerne seit Jahren verlĂ€sslich AusschĂŒttungen an ihre AktionĂ€re zahlen, sind Dividenden bei Fußballclubs eher die Ausnahme oder fallen im internationalen Vergleich gering aus. Der Grund liegt in der bereits erwĂ€hnten Kostenstruktur: Gewinne werden hĂ€ufig wieder in den Kader oder die Infrastruktur reinvestiert, um sportlich konkurrenzfĂ€hig zu bleiben. FĂŒr die Bewertung der Borussia Dortmund-Aktie bedeutet dies, dass Anleger eher auf mögliche Wertsteigerungen durch sportliche und kommerzielle Entwicklung setzen, als auf einen stetigen Dividendenstrom wie bei klassischen Blue Chips.

In Analysen zu Fußballaktien werden zudem die regulatorischen Rahmenbedingungen und Fanrechte als Besonderheit hervorgehoben. Die in Deutschland geltende 50+1-Regel stellt sicher, dass der Mutterverein die Stimmenmehrheit behĂ€lt, auch wenn Anteile an der Profiabteilung an der Börse platziert wurden. FĂŒr Investoren bedeutet dies, dass strategische Entscheidungen letztlich weiterhin im Vereinsumfeld getroffen werden und nicht in erster Linie von Finanzinvestoren dominiert werden. Diese Struktur schĂŒtzt aus Sicht vieler Fans die IdentitĂ€t des Clubs, begrenzt aus Investorensicht aber zugleich die Möglichkeit, durch MehrheitsĂŒbernahmen weitreichende VerĂ€nderungen im GeschĂ€ftsmodell oder der Kapitalstruktur durchzusetzen.

Im Licht dieser Faktoren ordnen Wirtschaftsmagazine Fußballaktien insgesamt eher als Nischeninvestment ein. Die Analysten von Capital verweisen etwa darauf, dass die Kursentwicklung von Borussia Dortmund und anderen Clubs in der Vergangenheit gezeigt hat, dass sportliche Euphorie nur begrenzt nachhaltige Börsentrends erzeugt. Stattdessen gebe es Phasen, in denen der Kurs ĂŒber lĂ€ngere Zeit seitwĂ€rts lĂ€uft oder nur moderat schwankt, bevor einzelne Ereignisse zu AusschlĂ€gen nach oben oder unten fĂŒhren. FĂŒr Anleger mit einem strukturierten Portfolio ergibt sich daraus die Überlegung, ob sie die BVB-Aktie als thematische Beimischung – etwa im Kontext Sport, Medien oder Unterhaltung – nutzen oder aufgrund der besonderen Risikostruktur ganz darauf verzichten.

Auch die Diskussion um Fußballaktien im Umfeld großer Turniere wie Welt- und Europameisterschaften zeigt, dass Anlegererwartungen und RealitĂ€t auseinanderliegen können. In MedienbeitrĂ€gen zur „Wahrheit ĂŒber Fußball-Aktien“ wird darauf hingewiesen, dass selbst ein globales Fußballfest nicht automatisch zu Kursfeuerwerken bei Vereinsaktien fĂŒhrt. Zwar steigt das generelle Interesse am Sport, doch die direkten wirtschaftlichen Effekte auf einzelne Clubs sind begrenzt, da zentrale Erlöse bei den VerbĂ€nden liegen und nicht bei den Vereinen. FĂŒr Borussia Dortmund als börsennotierten Club bedeutet dies, dass ein internationales Turnier höchstens indirekt durch gesteigerte Aufmerksamkeit fĂŒr bestimmte Spieler oder den generellen Fußballmarkt wirkt, wĂ€hrend die unmittelbare Kursentwicklung weiterhin vom Vereinsalltag und den Klubwettbewerben geprĂ€gt wird.

Vor diesem Hintergrund erscheint die aktuelle Marktsituation mit einem BVB-Kurs um 3,00 Euro und ohne akute indexbezogene Sondersituation als typische Zwischenphase, in der der Markt auf neue harte Fakten wartet. Weder große Indexaufnahmen noch -abstiege noch außergewöhnliche Unternehmensnachrichten dominieren den Kursverlauf, sodass die Aktie vor allem als Spiegelbild der allgemeinen Erwartungshaltung an die nĂ€chste sportliche und wirtschaftliche Entwicklung des Clubs fungiert. FĂŒr informierte Anleger bleibt es deshalb entscheidend, die offiziellen KommunikationskanĂ€le des Vereins und die regelmĂ€ĂŸigen Finanzberichte im Blick zu behalten, um auf neue Informationen rasch reagieren zu können.

FĂŒr den Moment steht damit fest: Die Borussia Dortmund-Aktie bleibt ein Spezialwert mit klarer Fußball-DNA im Depot, dessen kurzfristige Kursbewegungen stĂ€rker von sportlichen und stimmungsgetriebenen Faktoren beeinflusst werden als von großen Indexströmen. Wer sich mit dem Titel beschĂ€ftigt, findet im aktuellen Kursniveau um 3,00 Euro und der BestĂ€tigung als Nischenwert im deutschen Aktienmarkt eine Momentaufnahme, die weder euphorisch noch alarmierend wirkt, sondern den Charakter eines ruhigeren Abschnitts in einem grundsĂ€tzlich schwankungsanfĂ€lligen Segment unterstreicht.

Borussia Dortmund kurz vorgestellt

  • Name: BVB
  • Branche: Profifußball, Sport- und Medienrechte
  • Hauptsitz: Dortmund, Deutschland
  • Kernmaerkte: Bundesliga, europĂ€ische Klubwettbewerbe, internationale Vermarktung
  • Umsatztreiber: Medienerlöse, Sponsoring, Ticketing, Merchandising, Transfers
  • Heimatboerse / Notierung: Xetra, WKN 549309
  • Handelswaehrung: Euro (EUR)

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Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Boersengeschaefte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

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