Commerzbank, Nomura

Commerzbank: Nomura baut auf 8,11 Prozent aus

08.05.2026 - 08:05:55 | boerse-global.de

Commerzbank legt Q1-Zahlen vor, während UniCredit ein Übernahmeangebot unterbreitet hat. Analysten erwarten leichten Gewinnanstieg bei rückläufigen Erlösen.

Commerzbank: Nomura baut auf 8,11 Prozent aus - Foto: über boerse-global.de
Commerzbank: Nomura baut auf 8,11 Prozent aus - Foto: über boerse-global.de

Heute ist der Tag, an dem die Commerzbank zeigen muss, was sie alleine wert ist. Das Institut legt seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor — und das ausgerechnet in dem Moment, in dem UniCredit mit einem formellen Übernahmeangebot auf dem Tisch sitzt und Bundeskanzler Friedrich Merz öffentlich Kritik an der italienischen Großbank übt.

Analysten erwarten stabilen Gewinn, schwächeren Umsatz

Die Erwartungslage ist gemischt. Beim Gewinn je Aktie rechnen Analysten mit 0,746 Euro — ein leichter Anstieg gegenüber den 0,730 Euro aus dem Vorjahresquartal. Beim Umsatz hingegen droht ein deutlicher Rückgang auf 3,25 Milliarden Euro. Der Vergleich mit dem Vorjahr ist dabei methodisch verzerrt, weshalb das Minus von fast 47 Prozent weniger dramatisch ist, als es auf den ersten Blick wirkt.

Für das Gesamtjahr 2026 kalkulieren Marktbeobachter mit einem Gewinn je Aktie von 3,03 Euro — nach 2,06 Euro im Jahr 2025. Das wäre ein substanzieller Sprung, den das Management heute mit überzeugenden Quartalsdaten untermauern muss.

UniCredit erhöht den Druck

Am 7. Mai legte UniCredit ein formelles Tauschangebot vor: 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie, was das Frankfurter Institut mit rund 35 bis 37 Milliarden Euro bewertet. Die Annahmefrist läuft bis zum 16. Juni 2026. UniCredit hält bereits rund 25 Prozent der Anteile und meldete für das erste Quartal einen Rekord-Nettogewinn von 3,2 Milliarden Euro — eine bewusst gesetzte Messlatte.

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Die Bundesregierung, die noch etwa 12 Prozent an der Commerzbank hält, lehnt die Übernahme ab. Merz sprach von einer Zerstörung von Vertrauen. Die BaFin untersagte zudem irreführende Kommunikation im Rahmen des Übernahmekampfes.

Nomura baut Position aus

Bewegung gibt es auch in der Aktionärsstruktur. Nomura Holdings meldete zum Stichtag 30. April einen Stimmrechtsanteil von 8,11 Prozent — davon 3,43 Prozent über direkte Aktien und 4,68 Prozent über Equity Swaps mit Fälligkeiten zwischen dem 21. Mai und dem 1. Juni. Das japanische Finanzinstitut zählt damit zu den bedeutenden Anteilseignern neben UniCredit und der Bundesrepublik.

Die Commerzbank-Aktie schloss gestern bei 36,43 Euro — knapp 9 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, aber noch rund 3,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Das durchschnittliche Kursziel von 13 Analysten liegt bei 38,94 Euro, die Mehrheit stuft das Papier mit "Aufstocken" ein.

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Entscheidend wird heute sein, wie Commerzbank-Chef Manfred Knof die eigene Wachstumsstory gegen ein UniCredit-Angebot verteidigt, das rein rechnerisch eine Prämie auf den aktuellen Kurs enthält — und das die Annahmefrist in weniger als sechs Wochen ablaufen lässt.

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