Weitere Anklage gegen Investor René Benko
12.06.2026 - 16:52:13 | dpa.deDie Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) erhob im Signa-Komplex Anklage beim Landesgericht Innsbruck wegen schweren Betrugs und SchÀdigung von GlÀubigerinteressen. Die Anklage ist noch nicht rechtskrÀftig.
Die Staatsanwaltschaft wirft Benko vor, im Zusammenhang mit einer GarantieerklĂ€rung gegenĂŒber einem Investor eine Privatstiftung um fĂŒnf Millionen Euro geschĂ€digt zu haben. AuĂerdem soll der 49-JĂ€hrige, der seit 18 Monaten in Untersuchungshaft sitzt, bei seiner Insolvenz als Einzelunternehmer den Besitz eines Jagdgewehrs im Wert von 80.000 Euro verborgen haben. Damit seien die Interessen von GlĂ€ubigern geschĂ€digt worden.
Benko hat in seinen bisherigen Verfahren alle VorwĂŒrfe bestritten.
Bislang zwei Verurteilungen
Der ehemalige MilliardĂ€r ist bereits in zwei Ă€hnlichen Prozessen verurteilt worden. Die Urteile sind aber noch nicht rechtskrĂ€ftig. Im Oktober 2025 erhielt er eine zweijĂ€hrige Haftstrafe. Im Dezember vergangenen Jahres wurde er erneut wegen SchĂ€digung seiner GlĂ€ubiger verurteilt. DafĂŒr gab es eine BewĂ€hrungsstrafe von 15 Monaten sowie eine Geldstrafe.
Im umfangreichen Signa-Komplex verdĂ€chtigt Ăsterreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den einst sehr angesehenen GeschĂ€ftsmann des Betrugs, der Untreue und des Bankrotts. Weitere Anklagen könnten folgen.
Benko hatte mit seinem verschachtelten Immobilien- und Handelsimperium Signa rund 20 Jahre lang ein Milliarden-Vermögen aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten, sowie risikoreiche ZukÀufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben die Signa in die Insolvenz.
