Ălpreise weiten Verluste aus - Brent auf tiefstem Stand seit MĂ€rz
12.06.2026 - 15:07:16 | dpa.deAm Markt hat sich die Hoffnung auf ein baldiges Abkommen der USA mit dem Iran verstĂ€rkt. Rohöl der Nordseesorte Brent wurde zeitweise bei 85,80 Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt und damit auf dem tiefsten Stand seit MĂ€rz, der Anfangsphase des Iran-Kriegs. Zuletzt hat sich die Notierung fĂŒr die Auslieferung im August wieder etwas erholt und stand mit 87,93 Dollar fast drei Prozent tiefer als am Vortag.
Am Donnerstag war Rohöl der Sorte Brent noch bei knapp 95 Dollar gehandelt worden, bevor US-PrĂ€sidenten Donald Trump den zuvor angekĂŒndigten Angriff auf den Iran abgesagt hatte. Zudem stellte Trump einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht, was die Ălpreise deutlich unter Verkaufsdruck setzte.
Auch der Iran spricht mittlerweile von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text ist nach Angaben der staatlichen Agentur Irna ĂŒberwiegend finalisiert.
Bereits seit Wochen verhandeln Vertreter aus Washington und Teheran ĂŒber ein dauerhaftes Ende des Krieges. Seit gut zwei Monaten gilt eine brĂŒchige Waffenruhe. Zuletzt lagen die Positionen vor einem möglichen Rahmenabkommen deutlich auseinander. Ende Februar hatte der Iran-Krieg mit Angriffen der USA und Israel begonnen.
Nach EinschĂ€tzung von Analysten des in Chicago ansĂ€ssigen Hedgefonds Karobaar Capital setze der Markt zunehmend darauf, dass beide Seiten durch ein Scheitern mehr zu verlieren haben als durch einen Kompromiss. Investoren wĂŒrden demnach ein Scheitern der Verhandlungen nicht mehr als das wahrscheinlichste Szenario ansehen.
