Ălpreise geben etwas nach
05.06.2026 - 15:46:23 | dpa.deAm Vortag hatten die Preise mit der Hoffnung auf eine Waffenruhe im Libanon noch stÀrker unter Verkaufsdruck gestanden.
Am Ălmarkt bleibt die geopolitische Entwicklung im Nahen Osten der bestimmende Faktor. "Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind zĂ€h und diplomatische Fortschritte kaum zu erkennen", beschreiben Analysten der Dekabank die Lage. Ihrer EinschĂ€tzung nach tendieren die MĂ€rkte weiterhin dazu, auf positive Nachrichten stĂ€rker zu reagieren, als sich von den regelmĂ€Ăig darauf folgenden Dementis entmutigen zu lassen.
Bei den GesprĂ€chen fĂŒr ein Ende des Iran-Kriegs zwischen Teheran und Washington zeichnen sich allerdings weiterhin keine Fortschritte ab. Bei den Verhandlungen gelten die anhaltenden israelischen MilitĂ€rschlĂ€ge im Libanon als ein wesentlicher Streitpunkt.
Nach EinschĂ€tzung des Analysten Norman Liebke von der Commerzbank sind die Reaktionen am Ălmarkt auf Entwicklungen im Nahen Osten zuletzt gelassener ausgefallen als in den Wochen zuvor. Dies sei dadurch zu begrĂŒnden, dass die Ălreserven in den Industriestaaten wohl lĂ€nger als gedacht reichen wĂŒrden. DarĂŒber hinaus gebe es mittlerweile Umleitungen von Ălexporte in "betrĂ€chtlichen" Umfang, nachdem die StraĂe von Hormus infolge des Iran-Kriegs blockiert ist.
