StÀdtetag, Pflegereform

StÀdtetag schockiert: Pflegereform belastet Kommunen massiv

05.06.2026 - 11:47:34 | dpa.de

Die PlĂ€ne fĂŒr die Pflegereform hat der PrĂ€sident des Deutschen StĂ€dtetages scharf kritisiert.

"Seit einem Jahr reden wir ĂŒber Entlastungen fĂŒr die Kommunen und die PlĂ€ne fĂŒr die Pflege sehen jetzt eine zusĂ€tzliche Belastung in Höhe von einer Milliarde Euro pro Jahr vor. Ich bin erschĂŒttert und wĂŒtend", sagte Leipzigs OberbĂŒrgermeister Burkhard Jung (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die Finanzierung der Pflege mĂŒsse mit Steuermitteln des Bundes unterstĂŒtzt werden.

Die PflegeplĂ€tze sind seinen Angaben zufolge bereits jetzt so teuer, dass sie zum Großteil von der Sozialhilfe ĂŒber die Kommunen finanziert werden mĂŒssen. Im Schnitt kostet laut Jung ein Pflegeplatz bundesweit knapp 3.400 Euro, der derzeit nahezu komplett von den Kommunen getragen werden mĂŒsse, wenn der finanzielle Eigenanteil Anteil der Betroffenen nicht ausreiche. "Ältere Menschen dem Sozialamt zu ĂŒberlassen, ist respektlos", betonte Jung. Alleine in Leipzig hĂ€tten sich die BeitrĂ€ge innerhalb von fĂŒnf Jahren von 25 auf 50 Millionen Euro verdoppelt.

Am Donnerstag hatte "Politico" auf Basis des Referentenentwurfs des Ressorts berichtet, zur finanziellen Stabilisierung der Pflegeversicherung solle ein Paket mit Ausgabenbremsen und zusĂ€tzlichen Einnahmen kommen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant demnach fĂŒr 2027 höhere Einnahmen und KĂŒrzungen in der Pflegeversicherung mit einem Gesamtvolumen von 11,25 Milliarden Euro.

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