Umfrage, Vertrauen

Umfrage: Wenig Vertrauen fĂŒr Regierung bei Sozialversicherungsreformen

05.06.2026 - 07:39:38 | dpa.de

Fast drei Viertel der Deutschen bezweifeln einer Umfrage zufolge, dass die Bundesregierung die Probleme bei den Sozialversicherungssystemen lösen kann.

Nur rund ein Viertel der Befragten sagt laut ZDF-"Politbarometer", die Bundesregierung werde zur Lösung dieser Probleme einen wichtigen Beitrag leisten. 74 Prozent sehen das anders.

Die schwarz-rote Koalition erhĂ€lt fĂŒr ihre Arbeit unverĂ€ndert schlechte Noten. 72 Prozent der Befragten bescheinigen der Regierung eher schlechte Arbeit, 24 Prozent eher gute. Auch mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigen sich nur 27 Prozent eher zufrieden, 69 Prozent stellen ihm ein schlechtes Zeugnis aus.

Mit 52 Prozent glaubt eine knappe Mehrheit, dass die Regierung aus Union und SPD bis zur nÀchsten Bundestagswahl 2029 bestehen bleibt. 43 Prozent rechnen mit einem vorzeitigen Aus.

AfD bleibt in Sonntagsfrage auf Platz eins

Wie zuletzt liegt die AfD auch jetzt in der Politbarometer-Projektion zwei Punkte vor der Union: Wenn am nĂ€chsten Sonntag Bundestagswahl wĂ€re, kĂ€me die CDU/CSU auf 25 Prozent (plus 1) und die AfD auf 27 Prozent (plus 1). Die SPD wĂŒrde auf ihrem Rekordtief von 12 Prozent verbleiben, die GrĂŒnen kĂ€men auf 14 Prozent (minus 1) und die Linke auf 11 Prozent (minus 1). Die FDP erhielte 3 Prozent (unverĂ€ndert). Mit diesem Ergebnis hĂ€tte Schwarz-Rot weiterhin keine Mehrheit.

Die Daten hat die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 1. bis 3. Juni 2026 bei 1.274 zufĂ€llig ausgewĂ€hlten Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Sie sind den Angaben zufolge reprĂ€sentativ fĂŒr die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich betrĂ€gt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund plus/minus drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund plus/minus zwei Prozentpunkte.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. GrundsÀtzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige WahlausgÀnge.

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