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AKTIEN IM FOKUS: Gewinnmitnahmen belasten Infineon - STMicro noch mit Schwung

26.05.2026 - 11:51:08 | dpa.de

Im von Gewinnmitnahmen geprägten Gesamtmarkt sind am Dienstag Technologiewerte und hier insbesondere Infineon DE0006231004 etwas unter Druck geraten.

Bei letzteren belastete zusätzlich eine Abstufung die Stimmung. Dagegen stemmten sich STMicro NL0000226223 dank eines positiven Analystenkommentars gegen den negativen Trend.

Der europäische Tech-Sektor EU0009658921 lag gegen Mittag mit einem Minus von 1,2 Prozent im marktbreiten Stoxx Europe 600 EU0009658202 weit hinten. Am Pfingstmontag hatte er noch den höchsten Stand seit der Jahrtausendwende erreicht.

Ähnlich sah es bei den Aktien des Halbleiterkonzerns Infineon aus, die mit einem Kursverlust von 1,6 Prozent auf 75,49 Euro einen der hinteren Dax DE0008469008-Plätze belegten. Seit Jahresbeginn steht aber immer noch eine Kursverdoppelung zu Buche.

Das Analysehaus MWB Research hob das Kursziel für die Aktien von Infineon von 58 auf 60 Euro an, strich aber seine Halteempfehlung und rät nun zum Verkauf. Abed Jared billigte dem Unternehmen eine klare Verbesserung der Fundamentaldaten zu. Außerdem greife die Stärke im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) auf die Erholung der Industrie sowie eine beginnende Stabilisierung im Automobilsektor über, und der Auftragseingang entwickle sich weiterhin in die richtige Richtung.

Die Aktien preisten das positivere Umfeld aber schon ein und notierten klar oberhalb seines revidierten Kursziels, betonte der Experte. Das Potenzial hänge von weiteren Aufwärtsrevisionen der Marktschätzungen sowie Bewertungsmultiplikatoren ab. Damit überwögen die Risiken inzwischen klar die Chancen.

Derweil ging die Rally bei STMicro mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 58,73 Euro weiter. Die Aktien waren damit ebenfalls so teuer wie seit der Tech-Blase nicht mehr. Im bisherigen Jahresverlauf beträgt das Plus über 160 Prozent.

Die Bank Oddo BHF schraubte ihr Kursziel nach einer Investorenveranstaltung des Unternehmens deutlich hoch von 58 auf nun 70 Euro und bestätigte ihre "Outperform"-Empfehlung. Einige Wochen nach der Vorlage der Erstquartalszahlen, bei welcher STMicro für das zweite Quartal ein über der Saisonalität liegendes Wachstumziel bestätigt habe, sehe es trotz der schon starken Kursentwicklung weiter gut aus, konstatierte Analyst Stephane Houri. Das Unternehmensprofil verbessere sich in Richtung Rechenzentren und Satelliten - diese Bereiche seien weniger zyklisch als das übrige Geschäft und verbesserten die Wachstums- und Margenaussichten.

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