Drohnen nahe der russischen Grenze in Lettland abgestĂŒrzt
07.05.2026 - 08:55:09 | dpa.deDen Angaben der StreitkrĂ€fte zufolge gingen in der Nacht zu Donnerstag zwei unbemannte Flugobjekte in der ostlettischen Region Latgale nieder. Einheiten des MilitĂ€rs, der Polizei und Feuerwehr sind vor Ort. Berichte ĂŒber Verletzte gab zunĂ€chst es nicht.
Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, blieb zunĂ€chst unklar. Allerdings fielen die VorfĂ€lle zeitlich mit ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland zusammen. Verteidigungsminister Andris Spruds Ă€uĂerte im lettischen Fernsehen die Vermutung, dass es ukrainische Drohnen gewesen sind.
Nach Angaben der EinsatzkrĂ€fte ist eine der Drohnen auf ein Ăllager in der Stadt Rezekne gestĂŒrzte. Dabei seien vier leere Ăltanks beschĂ€digt worden. GröĂere SchĂ€den seien dort zunĂ€chst nicht zu erkennen gewesen, meldete das lettische Fernsehen.
Lettland grenzt im Osten an Russland und Belarus. Die Bewohner der grenznahen Regionen hatten zuvor in der Nacht Handy-Warnungen ĂŒber eine mögliche Bedrohung des Luftraums erhalten. In einigen davon wurde von den Behörden vorsorglich der Schulunterricht abgesagt. Nach Armeeangaben waren mehrere Drohnen nach Lettland eingeflogen.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die Invasion des Nachbarn Russland. Flugroboter sind im Laufe der Kampfhandlungen zu einem immer beliebteren Angriffsmittel beider Seiten geworden, weil sie relativ gĂŒnstig und in groĂen Massen eingesetzt werden können, um die Luftabwehr des Gegners zu ĂŒberwĂ€ltigen. Die hĂ€ufig mit elektronischen Störmitteln bekĂ€mpften FluggerĂ€te stellen auch eine Gefahr fĂŒr NachbarlĂ€nder dar. So waren bei ukrainischen Angriffen in jĂŒngster Zeit wiederholt fehlgeleitete Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten geflogen und teils abgestĂŒrzt, nachdem sie Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatten.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
