Landis+Gyr E360: moderner StromzĂ€hler fĂŒr digitale Netze
12.06.2026 - 16:30:13 | ad-hoc-news.de
Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Lifestyle & Consumer. Vor der Veroeffentlichung am 12.06.2026, 16:28:53 Uhr geprueft. Details im Impressum.
Mit dem Landis+Gyr E360 adressiert der Schweizer ZĂ€hler- und Netztechnikspezialist die wachsende Nachfrage nach Smart Metern fĂŒr Haushalte und kleinere Gewerbekunden in Europa. Der elektronische DrehstromzĂ€hler ist fĂŒr digitale Stromnetze und hohe Messauflösungen ausgelegt und unterstĂŒtzt je nach AusfĂŒhrung verschiedene Kommunikationsstandards fĂŒr die Einbindung in Smart-Metering-Infrastrukturen von Energieversorgern. FĂŒr Verbraucher steht dabei weniger das GerĂ€t selbst als vielmehr der Nutzen durch transparente Verbrauchsdaten und fernauslesbare ZĂ€hler im Vordergrund.
Was der Landis+Gyr E360 als Smart Meter leistet
Der Landis+Gyr E360 ist ein moderner elektronischer HaushaltszĂ€hler, der den Energieverbrauch dreiphasig misst und fĂŒr typische Anschlussleistungen in WohngebĂ€uden und kleineren Gewerbeobjekten ausgelegt ist. In der Produktfamilie der Landis+Gyr-StromzĂ€hler reiht sich der E360 als Smart Meter mit Fokus auf europĂ€ische Rollouts ein, in denen die Fernauslesung und das automatisierte Messdatenmanagement Pflicht werden oder bereits eingefĂŒhrt sind. WĂ€hrend klassische Ferraris-ZĂ€hler nur den Gesamtverbrauch anzeigen, liefert ein elektronischer ZĂ€hler wie der E360 Viertelstundenwerte und Lastprofile, die Versorger fĂŒr Abrechnung, Prognose und Netzplanung verwenden.
Das GerĂ€t ist so konzipiert, dass Versorger unterschiedliche Kommunikationsmodule einsetzen können, etwa fĂŒr PLC-basierte DatenĂŒbertragung ĂŒber das Stromnetz oder fĂŒr Mobilfunkvarianten, je nach Landesvorgaben und Netzstruktur. Durch diese modulare Architektur lĂ€sst sich die Kommunikationsschnittstelle an neue regulatorische Anforderungen oder technologische Entwicklungen anpassen, ohne den vollstĂ€ndigen ZĂ€hler tauschen zu mĂŒssen. FĂŒr Energieunternehmen reduziert dies die Lebenszykluskosten, weil Hardware lĂ€nger im Feld bleiben kann, wĂ€hrend nur die Kommunikationskomponente aktualisiert wird.
Als Smart Meter unterstĂŒtzt der E360 typischerweise Funktionen wie Tarifumschaltung, Messung in mehreren Energierichtungen und die Erfassung von RĂŒckspeisung aus dezentralen Erzeugungsanlagen. Damit ist der ZĂ€hler auch fĂŒr Haushalte mit Photovoltaik-Anlage und Eigenverbrauchskonzepten einsetzbar, sofern das jeweilige Versorgungsunternehmen die passende Konfiguration nutzt. In der Praxis können so bezogene und eingespeiste Energiemengen getrennt erfasst und gemÀà den geltenden VergĂŒtungsschemata abgerechnet werden, was im Zuge des Ausbaus erneuerbarer Energien an Bedeutung gewinnt.
FĂŒr Netzbetreiber ist zudem relevant, dass elektronische ZĂ€hler wie der E360 regelmĂ€Ăig selbstdiagnostische Funktionen mitbringen. Sie erkennen bestimmte Störungsbilder oder UnregelmĂ€Ăigkeiten, etwa SpannungsabfĂ€lle auĂerhalb definierter Toleranzen oder Versuche, den ZĂ€hler zu manipulieren. Solche Ereignisse lassen sich in der Datenzentrale auswerten, um auf Probleme im Niederspannungsnetz hinzuweisen oder potenzielle Eingriffe am Messpunkt zu identifizieren. Das trĂ€gt zur Erhöhung der Datensicherheit und zur Reduktion technischer und nichttechnischer Verluste im Netz bei.
Aus Sicht der Endkunden ist entscheidend, dass Smart Meter die Grundlage fĂŒr zeitvariable Tarife und detaillierte VerbrĂ€uche schaffen können. Wo Versorger entsprechende Angebote zur VerfĂŒgung stellen, lassen sich Verbrauchsspitzen identifizieren und im Idealfall auf gĂŒnstigere Zeiten verlagern. Auch wenn der E360 selbst vor allem ein GerĂ€t fĂŒr den Technikraum oder ZĂ€hlerschrank ist, wirkt er damit indirekt auf das Verbrauchsverhalten und die Möglichkeit, Stromkosten ĂŒber mehr Transparenz und flexible Tarife zu steuern.
Im Portfolio von Landis+Gyr ergĂ€nzt der E360 andere ZĂ€hlerlinien fĂŒr Industrieanwendungen und gröĂere Leistungsklassen sowie Systeme fĂŒr Datenkonzentration und Headend-Software. Das Unternehmen positioniert sich als Anbieter kompletter Mess- und Kommunikationslösungen von der Hardware ĂŒber Gateways bis hin zu Datenplattformen, in die der E360 integriert wird. FĂŒr Versorger ergibt sich der Vorteil, Hardware und Software fĂŒr das Messwesen aus einer Hand beziehen und in eine gemeinsame Systemarchitektur einbetten zu können.
Damit ist der Landis+Gyr E360 vor allem als Baustein fĂŒr Smart-Meter-Rollouts und moderne NetzfĂŒhrung zu sehen, nicht als isoliertes Stand-alone-Produkt. Seine wirtschaftliche Bedeutung liegt in langfristigen RahmenvertrĂ€gen mit Verteilnetzbetreibern, die ĂŒber mehrere Jahre hinweg groĂe StĂŒckzahlen abrufen und damit HardwareumsĂ€tze und Serviceleistungen des Herstellers speisen. Die Aktie von Landis+Gyr Group AG (CH0371153492) notiert auf SIX Swiss Exchange; am 12.06.2026 wird sie in ZĂŒrich im laufenden Handel um 50 Schweizer Franken gesehen.
Landis+Gyr E360 im Kurzprofil
- Produkt: Landis+Gyr E360
- Hersteller: Landis+Gyr
- Kategorie: Lifestyle & Consumer (Smart Meter im Haushalt)
- Markteinfuehrung: mehrere Jahre im Markt, auf europaeische Smart-Meter-Rollouts ausgerichtet
- UVP / Preis: nicht standardisiert im Endkundengeschaeft; Beschaffungskonditionen werden typischerweise zwischen Versorgern und Hersteller individuell vereinbart
- Verfuegbarkeit: ueber Energieversorger und Netzbetreiber im Rahmen von Smart-Meter-Rollouts, nicht als klassisches Retail-Produkt fuer Endkunden
- Zielgruppe: Haushalte und kleinere Gewerbekunden, eingebunden ueber Energieversorger; Netz- und Messstellenbetreiber als direkte Kunden
- Besonderheit / USP: elektronischer Smart Meter mit modularer Kommunikationsarchitektur fuer digitale Stromnetze und Fernauslesung
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