Lucid Group Aktie: 1,03 Milliarden Verlust verfehlt Prognose
13.05.2026 - 18:27:55 | boerse-global.deDer Elektroautohersteller Lucid Group startet mit Gegenwind in die Woche. Der Q1-Bericht offenbarte einen deutlichen Umsatzverfehler – und das, obwohl die Erlöse im Jahresvergleich stiegen. Die Aktie notiert aktuell bei 6,54 US-Dollar, erholte sich zuletzt aber leicht vom 52-Wochen-Tief bei 5,76 Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 41 Prozent.
Q1: Umsatzplus reicht nicht
Für das erste Quartal 2026 meldet Lucid Erlöse von 282,47 Millionen Dollar – ein Plus von 20,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten jedoch mit rund 440 Millionen Dollar gerechnet. Der Nettoverlust fiel mit 1,03 Milliarden Dollar oder 3,46 Dollar pro Aktie höher aus als erwartet (Prognose: 2,53 Dollar).
Belastet wurden die operativen Zahlen durch einen 29-tägigen Verkaufsstopp des Gravity-SUV infolge von Lieferantenproblemen. Das Problem ist inzwischen behoben. Insgesamt baute Lucid 5.500 Fahrzeuge, die Auslieferungen blieben mit 3.093 Einheiten auf Vorjahresniveau.
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Finanzspritze und neue Strategie
Um die anhaltenden Kapitalbedarfe zu decken, sicherte sich Lucid über eine Milliarde Dollar frisches Geld. Dazu zählen eine 550-Millionen-Investition der Ayar Third Investment Company und eine Aktienplatzierung über 300 Millionen Dollar. Parallel weitete Uber seine Partnerschaft aus: Der Fahrdienstvermittler verpflichtete sich zur Abnahme von mindestens 35.000 Lucid-Fahrzeugen im Rahmen eines milliardenschweren Flottenausbaus.
Den langfristigen Hebel setzt das Management auf eine Mittelklasse-Plattform. Das neue Einstiegsmodell soll ab 2027 für unter 50.000 Dollar vom Band rollen. Um die Durststrecke zu überbrücken, läuft ein Kostensenkungsprogramm, das über drei Jahre 500 Millionen Dollar einsparen soll.
Technisch schwach, Analysten uneins
Charttechnisch liegt die Aktie klar im Abwärtstrend. Sie notiert rund neun Prozent unter der 20-Tage-Linie und mehr als 50 Prozent unter der 200-Tage-Linie. Der RSI von 33 signalisiert eine angespannte Lage, aber noch keine klassische Übertreibung nach unten.
Die Analystengemeinschaft zeigt sich gespalten. Einige Häuser bleiben neutral, andere senkten ihre Kursziele mit Verweis auf die verfehlten Prognosen und Produktionsrisiken. Der Ausblick richtet sich nun auf das zweite Quartal. Dann wird sich zeigen, ob die Sparmaßnahmen greifen und die Wende zum Massenmarkt glaubwürdig eingeleitet werden kann.
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