OC Oerlikon, CH0000816824

OC Oerlikon Corporation AG-Aktie (CH0000816824): Quartalszahlen und Bewertung im Anlegerfokus

13.06.2026 - 17:50:54 | ad-hoc-news.de

Die OC Oerlikon-Aktie steht nach den jüngsten Quartalszahlen und einer moderaten Kursentwicklung im Fokus. Wie entwickelt sich das Geschäft, wie ist der Titel aktuell bewertet und was bedeutet das für Privatanleger, die den Industriewert beobachten?

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Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Quartalszahlen. Vor der Veroeffentlichung am 13.06.2026, 17:49:28 Uhr geprueft. Details im Impressum.

Die OC Oerlikon-Aktie steht nach den jüngsten Zahlen und einer ruhigen Kursentwicklung im Blick der Anleger. Auf Basis der aktuell verfügbaren öffentlichen Finanzinformationen und der Unternehmensberichte zu den letzten Quartalen zeigt sich ein gemischtes Bild: operativ arbeitet der Konzern in einem anspruchsvollen Marktumfeld, gleichzeitig ist die Bewertung im historischen Vergleich eher moderat. Da für den heutigen Handelstag keine außergewöhnlich starke Kursbewegung verifiziert werden kann, rückt damit die Kombination aus Quartalszahlen und fundamentaler Bewertung in den Vordergrund.

Was die jüngsten Quartalszahlen über OC Oerlikon verraten

OC Oerlikon ist ein Schweizer Industriekonzern mit den zwei Kernsegmenten Oberflächentechnologien und Polymerverarbeitung. In den letzten Quartalsberichten betonte das Management, dass insbesondere das Geschäft mit Beschichtungslösungen und Hightech-Oberflächen weiter ein strategischer Schwerpunkt bleibt. Diese Aktivitäten hängen eng mit der Nachfrage aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Luftfahrt und weiteren Industriebranchen zusammen. In den veröffentlichten Zahlen lässt sich ablesen, dass die konjunkturelle Abkühlung in einigen Endmärkten zwar bremst, der Konzern aber dennoch versucht, die Profitabilität über Effizienzmaßnahmen und Portfoliofokussierung zu stabilisieren.

Auf der Umsatzseite zeigt sich über die letzten berichteten Quartale ein eher seitwärts bis leicht rückläufiger Verlauf, wobei Währungseffekte und Portfolioanpassungen zusätzlich Einfluss nehmen. Gleichzeitig arbeitet OC Oerlikon konsequent an der Bruttomarge und den operativen Kosten. In den Kommentaren des Managements zu den letzten Earnings wurde wiederholt hervorgehoben, dass strukturelle Maßnahmen, Automatisierung und ein striktes Kostenmanagement helfen sollen, die Profitabilität auch in Phasen schwächerer Nachfrage zu sichern. Für Privatanleger ist vor allem entscheidend, wie sich diese Maßnahmen im Verhältnis zu Umsatz, EBITDA und Nettoergebnis niederschlagen.

Typischerweise weist OC Oerlikon in seinen Quartals-Updates zentrale Kennzahlen wie Umsatz, EBITDA-Marge, Nettoergebnis und Free Cashflow aus. Während der Umsatz im Zuge konjunktureller Schwankungen durchaus Volatilität zeigt, ist der Free Cashflow ein wichtiger Indikator dafür, wie robust das Geschäftsmodell in der Praxis ist. In Phasen schwächerer Nachfrage dürfte der Free Cashflow stärker schwanken, insbesondere wenn gleichzeitig Investitionen in neue Technologien oder Kapazitätserweiterungen getätigt werden. In den letzten Perioden war das Management bemüht, den Cashflow im positiven Bereich zu halten, auch wenn einzelne Quartale durch höhere Investitionsausgaben belastet wurden.

Ein weiterer Aspekt in den Quartalsberichten ist der Auftragseingang. Für einen stark projektgetriebenen Industriewert wie OC Oerlikon liefert der Auftragseingang einen wichtigen Vorlaufindikator für die kommenden Quartale. Wenn der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr deutlich nachgibt, signalisiert das eine Eintrübung der Auslastung. Bleibt er stabil oder wächst, spricht das für eine gute Nachfragebasis. Die veröffentlichten Daten der Vergangenheit zeigen, dass OC Oerlikon in zyklischen Branchen unterwegs ist und daher Phasen mit starker Nachfrage und Phasen mit Zurückhaltung der Kunden kennt.

Zur geografischen Verteilung der Erlöse lässt sich aus den Unternehmensinformationen entnehmen, dass OC Oerlikon breit diversifiziert ist. Europa, Nordamerika und Asien tragen jeweils einen signifikanten Anteil zum Konzernumsatz bei. Das reduziert die Abhängigkeit von einzelnen regionalen Konjunkturzyklen, erhöht aber die Komplexität des Geschäfts. Änderungen in den Investitionsplänen der Automobilindustrie in Europa oder Verschiebungen in der Elektronik- und Werkzeugindustrie in Asien können sich schnell in den Bestellbüchern bemerkbar machen. Die letzten Quartalsberichte machten deutlich, dass insbesondere die Nachfrage aus bestimmten Industriesektoren phasenweise unter Druck stand, andere Bereiche jedoch stabil bis wachsend waren.

Auch auf der Kostenseite haben die vergangenen Quartale Spuren hinterlassen. Steigende Energie- und Materialkosten, Lohnsteigerungen und anhaltende Lieferketten-Themen beeinflussen die Marge. OC Oerlikon arbeitet nach Unternehmensangaben mit Preisanpassungen, Effizienzprogrammen und einer Fokussierung auf margenstarke Anwendungen, um diese Belastungen aufzufangen. Wie erfolgreich das ist, lässt sich an der Entwicklung der EBITDA- und EBIT-Marge ablesen. Für Privatanleger ist hier ein Blick über mehrere Quartale hinweg relevant, um Einmaleffekte von strukturellen Effizienzgewinnen zu unterscheiden.

Im Hinblick auf den Ausblick hat das Management in den letzten veröffentlichten Prognosen üblicherweise eine Bandbreite für Umsatz und Profitabilität angegeben. Diese Guidance orientiert sich an der erwarteten Nachfrageentwicklung in den adressierten Märkten, dem Stand der Kostenprogramme und geplanten Investitionen. In einem Umfeld, das von geopolitischen Unsicherheiten, Zinsniveau und Konjunktursorgen geprägt ist, bleiben Prognosen naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Dennoch geben sie Orientierung, wie OC Oerlikon das eigene Geschäft in den kommenden Quartalen einschätzt und welche Stellhebel das Management betont.

Für Anleger, die die Aktie im Depot haben oder beobachten, ist wichtig zu verstehen, dass ein einzelnes Quartal das Gesamtbild nur bedingt verändert. Ausschläge nach oben oder unten können von einmaligen Effekten wie Restrukturierungskosten, Abschreibungen oder auch außerordentlichen Erträgen beeinflusst sein. Wer die OC Oerlikon-Aktie bewertet, sollte daher die Entwicklung über mehrere Berichtszeiträume betrachten und die Richtung der Kennzahlen sowie die Konsistenz der Strategie im Blick behalten.

Bewertung der OC Oerlikon-Aktie: Kennzahlen im Überblick

Die Bewertung der OC Oerlikon-Aktie orientiert sich wie bei anderen Industrietiteln an klassischen Multiples wie dem Verhältnis von Kurs zu Gewinn (KGV), Kurs zu Umsatz (KUV) und Kurs zu Free Cashflow. Ergänzend berücksichtigen viele Investoren die Dividendenrendite und die Bilanzstruktur. Je nach Marktphase und Konjunkturausblick kann der Markt einzelnen Kennzahlen mehr oder weniger Gewicht beimessen. In Zeiten erhöhter Unsicherheit wird häufig stärker auf den Cashflow und die Verschuldung geachtet, während in Wachstumsphasen Umsatz- und Ergebnisdynamik im Vordergrund stehen.

Für OC Oerlikon lässt sich aus den vorliegenden Jahres- und Quartalsberichten ablesen, dass der Konzern in den vergangenen Jahren eine Dividendenpolitik verfolgt hat, die auf regelmässige Ausschüttungen abzielt. Die Höhe der Dividende hängt dabei von der Ertragslage, dem Free Cashflow und den Investitionsplänen ab. Für Privatanleger, die auf laufende Erträge achten, ist die Dividendenrendite eine relevante Kenngröße. Sie berechnet sich aus der zuletzt gezahlten Dividende im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs. Da der Kurs aber täglich schwankt, verändert sich die Rendite laufend und sollte immer mit einem konkreten Kursstand verknüpft betrachtet werden.

Die Verschuldungssituation ist ein weiterer zentraler Baustein der Bewertung. OC Oerlikon weist in seinen Finanzberichten Kennzahlen wie Nettofinanzverschuldung und Verschuldungsgrad aus. Diese zeigen, wie stark das Unternehmen auf Fremdkapital angewiesen ist und wieviel Spielraum bei Zukäufen, Investitionen oder möglichen Rückschlägen besteht. Ein moderater Verschuldungsgrad kann Vorteile bringen, weil Fremdkapital Investitionen ermöglicht, ohne die Aktionärsstruktur zu verwässern. Ein zu hoher Wert erhöht dagegen das Risiko, insbesondere wenn das Zinsniveau steigt oder die operative Ertragskraft unter Druck gerät.

Beim KGV ist zu beachten, dass dieses sowohl von den aktuellen als auch von den erwarteten Gewinnen beeinflusst wird. In schwächeren Jahren kann das KGV höher erscheinen, weil der Gewinn temporär unter Druck steht. Umgekehrt kann ein stark sinkendes KGV ein Hinweis darauf sein, dass der Markt dem Unternehmen künftig geringeres Gewinnpotenzial zutraut. Für OC Oerlikon ist der Vergleich mit früheren Jahren und mit Wettbewerbern aus ähnlichen Segmenten hilfreich, um die aktuelle Bewertung einzuordnen. Hier spielen auch strategische Faktoren wie Marktposition, Technologiekompetenz und Innovationskraft eine Rolle.

Zusätzlich zum KGV betrachten einige Investoren das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA (EV/EBITDA). Diese Kennzahl setzt den Börsenwert inklusive Nettofinanzschulden ins Verhältnis zur operativen Ertragskraft. Bei OC Oerlikon ist diese Größe besonders relevant, weil sie zyklische Effekte im Umsatz teilweise glättet und den Fokus auf die operative Marge legt. Ein im Branchenvergleich niedriger EV/EBITDA-Wert kann auf eine günstigere Bewertung hinweisen, ein hoher auf ambitionierte Erwartungen oder auf Risiken, die vom Markt eingepreist werden.

Ein weiterer Blickpunkt ist die Bilanzstruktur insgesamt. Neben der Verschuldung spielen Eigenkapitalquote, langfristige Verpflichtungen und Pensionsverpflichtungen eine Rolle. Industriekonzerne wie OC Oerlikon tragen häufig langfristige Verpflichtungen aus Pensionszusagen und Leasingverhältnissen in der Bilanz. Diese sind bei der Risikoanalyse mit zu berücksichtigen, auch wenn sie nicht unmittelbar in den klassischen Kennzahlen wie KGV auftauchen. Eine solide Eigenkapitalbasis gibt dem Unternehmen mehr Flexibilität, auch in volatilen Marktphasen handlungsfähig zu bleiben.

Für Anleger kann es sinnvoll sein, die aktuelle Bewertung von OC Oerlikon ins Verhältnis zu eigenen Erwartungen an Umsatzwachstum, Margenentwicklung und Kapitalrendite zu setzen. Wer von einer nachhaltigen Steigerung der Profitabilität ausgeht, könnte ein höheres Bewertungsniveau für gerechtfertigt halten als jemand, der eher mit stagnierenden oder rückläufigen Gewinnen rechnet. Die Unternehmenskommunikation, Analystenkommentare und Branchendaten dienen hier als zusätzliche Informationsquellen, ersetzen aber nicht die eigene Auseinandersetzung mit Zahlenwerk und Geschäftsmodell.

Der Blick auf die Historie zeigt, dass die OC Oerlikon-Aktie in der Vergangenheit Phasen mit deutlichen Kursbewegungen nach oben und nach unten erlebt hat. Diese reflektierten nicht nur die tatsächliche operative Entwicklung, sondern auch die Erwartungshaltung des Marktes, Zinsänderungen und die generelle Risikostimmung. In ruhigeren Marktphasen rücken Bewertungsfragen stärker in den Vordergrund, während in Zeiten hoher Unsicherheit kurzfristige Nachrichten und makroökonomische Daten den Kurs stärker beeinflussen können.

Branchenumfeld und Wettbewerber: Wo OC Oerlikon im Markt steht

OC Oerlikon bewegt sich in einem industriellen Umfeld, das von technologischem Fortschritt, Energieeffizienzanforderungen und dem Trend zu leichteren, widerstandsfähigeren Materialien geprägt ist. Oberflächenbeschichtungen und Hightech-Materiallösungen sind in zahlreichen Anwendungen gefragt, von Motoren- und Getriebekomponenten über Werkzeuge bis hin zu Luftfahrtbauteilen und Kunststoffverarbeitung. Wettbewerber stammen aus verschiedenen Regionen und umfassen sowohl Spezialisten für Beschichtungen als auch breiter aufgestellte Industriegruppen mit entsprechenden Sparten.

Im Segment Surface Solutions konkurriert OC Oerlikon mit Anbietern, die ähnliche Beschichtungstechnologien und Dienstleistungen anbieten. Wettbewerbsvorteile können sich aus technologischer Führerschaft, einem dichten Servicenetz, langjährigen Kundenbeziehungen und branchenspezifischem Know-how ergeben. Kunden erwarten nicht nur hochwertige Beschichtungen, sondern auch Beratung zu Prozessoptimierung, Standzeiten und Gesamtbetriebskosten. OC Oerlikon betont in seiner Außendarstellung, dass das Unternehmen eng mit Kunden zusammenarbeitet, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.

Im Bereich Polymer Processing, den OC Oerlikon über Lösungen für die Polymer- und Faserproduktion adressiert, ist der Wettbewerb ebenfalls intensiv. Hier spielen Effizienz, Anlagensicherheit, Energieverbrauch und Produktivität eine große Rolle. Maschinen und Komponenten müssen über lange Zeiträume zuverlässig laufen, weshalb Servicequalität und Ersatzteilversorgung zentrale Faktoren sind. OC Oerlikon positioniert sich in diesem Umfeld als Anbieter, der sowohl Technologiekompetenz als auch globale Präsenz mitbringt.

Ein zusätzlicher Wettbewerbstreiber ist die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Kunden in der Automobil-, Luftfahrt- und Maschinenbauindustrie stehen unter Druck, Emissionen zu reduzieren und Energieverbräuche zu senken. Beschichtungen, die Reibungsverluste mindern oder Bauteile langlebiger machen, können hier direkte wirtschaftliche und ökologische Vorteile bringen. OC Oerlikon verweist in seinen Unternehmensunterlagen auf Technologieentwicklungen, die genau in diese Richtung zielen. Gleichzeitig investieren viele Wettbewerber ebenfalls in nachhaltigere Lösungen, sodass der technologische Vorsprung kontinuierlich erarbeitet werden muss.

Regional betrachtet ist die Präsenz in Wachstumsregionen entscheidend. Asien ist für viele Industriekonzerne ein Schlüsselmarkt, sowohl im Hinblick auf Produktion als auch auf Endnachfrage. OC Oerlikon unterhält nach Unternehmensangaben Standorte und Servicezentren in wichtigen Märkten weltweit. Für Kunden bedeutet das kurze Wege, schnellere Reaktionszeiten und Support in der jeweiligen Region. Für Anleger ist die internationale Aufstellung relevant, weil sie Chancen auf Wachstum in Schwellenländern eröffnet, aber auch Währungs- und Länderrisiken mit sich bringt.

Dividendenpolitik und Aktionärsstruktur im Blick

Die Dividendenpolitik von OC Oerlikon ist für viele Privatanleger ein zentraler Baustein im Investment Case. Der Konzern hat in der Vergangenheit regelmäßig Dividenden ausgeschüttet, wobei die Höhe an die jeweils erzielten Ergebnisse und an die Kapitalbedarfssituation gekoppelt war. Unternehmensangaben zufolge strebt das Management eine ausgewogene Balance zwischen Ausschüttungen an die Aktionäre, Investitionen in Wachstum und Stärkung der Bilanz an. In Phasen solider Gewinne und stabiler Cashflows sind tendenziell höhere Ausschüttungen möglich, während bei niedrigeren Ergebnissen die Priorität stärker auf Investitionen und Schuldenreduktion liegen kann.

Für Anleger, die OC Oerlikon aus Ertragssicht betrachten, ist neben der absoluten Dividendenhöhe auch die Kontinuität relevant. Eine im Zeitverlauf stabile oder moderat steigende Dividende signalisiert, dass das Management Vertrauen in die Ertragskraft des Unternehmens hat. Kürzungen oder Aussetzungen können dagegen auf ein schwierigeres Umfeld, einen höheren Investitionsbedarf oder eine vorsichtigere Bilanzpolitik hinweisen. In den vergangenen Jahren zeigte sich bei vielen Industrieunternehmen, dass externe Schocks Dividendenpläne schnell verändern können, etwa bei Konjunktureinbrüchen oder Krisen in wichtigen Endmärkten.

Die Aktionärsstruktur von OC Oerlikon umfasst traditionell eine Mischung aus institutionellen Investoren, Ankeraktionären und freien Streubesitzaktionären. Größere Anteilseigner können Einfluss auf strategische Weichenstellungen nehmen und sind häufig in einem langfristigen Horizont investiert. Für den freien Markt ist der Streubesitz wichtig, weil er die Liquidität der Aktie beeinflusst. Eine ausreichende Liquidität ist für Privatanleger relevant, um Orders ohne zu großen Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs platzieren zu können.

Stimmrechtsmitteilungen und regulatorische Veröffentlichungen liefern Hinweise auf Veränderungen in der Aktionärsstruktur. Steigen langfristig orientierte Investoren ein oder bauen ihren Anteil aus, kann das ein Vertrauenssignal sein. Reduzieren bedeutende Investoren ihre Positionen, kann das unterschiedliche Gründe haben, von strategischen Portfolioumschichtungen bis hin zu einer veränderten Einschätzung des Unternehmens. Für eine Einordnung ist es wichtig, diese Veränderungen im Kontext der Unternehmensentwicklung und des allgemeinen Marktumfelds zu betrachten.

Risiken und Chancen im aktuellen Umfeld

OC Oerlikon ist als Industriekonzern zahlreichen externen Faktoren ausgesetzt. Dazu zählen konjunkturelle Zyklen, Veränderungen in der Nachfrage der Abnehmerbranchen, Währungsentwicklungen, Rohstoffpreise und regulatorische Rahmenbedingungen. Ein wesentlicher Risikofaktor liegt in der Zyklik der Kundenindustrien wie Automobil, Maschinenbau und Luftfahrt. Wenn Investitionsprogramme verschoben oder Budgets gekürzt werden, kann sich das schnell in weniger Aufträgen für Beschichtungs- und Polymerlösungen niederschlagen.

Auf der anderen Seite bestehen strukturelle Chancen, die über einzelne Konjunkturzyklen hinausreichen. Dazu gehören der Trend zu energieeffizienteren und leichteren Bauteilen, der Bedarf an langlebigen Komponenten sowie der wachsende Fokus auf Nachhaltigkeit in der Industrie. Technologien, die den Energieverbrauch senken oder die Lebensdauer von Bauteilen verlängern, können langfristig gefragt bleiben, auch wenn einzelne Jahre schwankende Investitionsaktivitäten zeigen. OC Oerlikon positioniert sich hier mit Forschung und Entwicklung sowie Kooperationen mit Kunden und Partnern.

Ein weiteres Risiko besteht in der technologischen Disruption. Neue Beschichtungsverfahren, alternative Materialien oder veränderte Fertigungstechnologien können bestehende Lösungen herausfordern. Unternehmen wie OC Oerlikon müssen daher kontinuierlich in Innovation investieren, um ihre Position zu halten oder auszubauen. Fällt die Innovationsdynamik im Vergleich zum Wettbewerb zurück, könnte das mittelfristig Marktanteile kosten. Umgekehrt können erfolgreiche Produktentwicklungen, die Kunden einen klaren Mehrwert bieten, zusätzliche Nachfrage und Margenspielräume eröffnen.

Währungsrisiken sind für einen global aufgestellten Konzern ebenfalls ein Dauerthema. Umsatz und Kosten fallen in unterschiedlichen Währungen an, was zu Schwankungen in der berichteten Ergebnisrechnung führen kann. Absicherungsstrategien über Derivate können diese Effekte abmildern, aber nicht vollständig eliminieren. Für Anleger lohnt ein Blick auf die in den Finanzberichten ausgewiesenen Währungseffekte, um besser einschätzen zu können, wie stark der Konzern von Wechselkursbewegungen getroffen ist.

Regulatorische Änderungen, etwa strengere Umweltauflagen oder neue Normen in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, können zusätzliche Investitionen erfordern, eröffnen aber auch Chancen für Unternehmen, die frühzeitig passende Lösungen anbieten. Beschichtungen, die dazu beitragen, Emissionsgrenzwerte einzuhalten oder die Effizienz von Komponenten zu steigern, könnten in einem verschärften regulatorischen Umfeld stärker nachgefragt werden. OC Oerlikon betont in seinen Unterlagen regelmäßig, dass Nachhaltigkeit und Umweltaspekte in der Produktentwicklung eine wichtige Rolle spielen.

Was bedeutet das für Anleger, die OC Oerlikon beobachten?

Für Anleger, die die OC Oerlikon-Aktie im Blick behalten, ergibt sich insgesamt ein Bild mit Chancen und Risiken, das stark von der weiteren Entwicklung der Industriekonjunktur und der Fähigkeit des Unternehmens abhängt, technologische Stärken auszubauen. Wichtige Beobachtungspunkte sind die Entwicklung des Auftragseingangs, der Umsatz- und Margentrend, der Free Cashflow sowie die Aussagen des Managements zur strategischen Ausrichtung. Quartalszahlen liefern hierbei regelmäßig neue Datenpunkte, sollten aber immer im Kontext der längerfristigen Entwicklung interpretiert werden.

Wer den Wert beobachtet, kann die veröffentlichten Finanzberichte, Präsentationen und Investoren-Updates von OC Oerlikon nutzen, um das eigene Bild vom Unternehmen laufend zu überprüfen. Auch der Vergleich mit Wettbewerbern aus ähnlichen Bereichen hilft, die aktuelle Bewertung und die operative Performance besser einzuordnen. Gerade in ruhigeren Marktphasen kann eine nüchterne Analyse von Kennzahlen, Bilanz und strategischen Projekten eine wertvolle Grundlage für Entscheidungen sein.

OC Oerlikon im Kurzprofil

  • Name: OC Oerlikon
  • Branche: Industrie, Oberflächentechnologien und Polymerverarbeitung
  • Hauptsitz: Schweiz (Zürich-Region)
  • Kernmaerkte: Automobilindustrie, Maschinenbau, Luftfahrt, Kunststoff- und Textilindustrie
  • Umsatztreiber: Beschichtungslösungen, Oberflächenbehandlungen, Polymer- und Faserproduktionstechnologien
  • Heimatboerse / Notierung: Schweiz, zusätzlich Handel an deutschen Börsenplätzen möglich (z.B. Xetra/Frankfurt; WKN entsprechend der ISIN CH0000816824, Stand abhängig vom jeweiligen Börsenplatz)
  • Handelswaehrung: In der Heimat Schweiz primär Schweizer Franken (CHF); an deutschen Handelsplätzen in Euro quotiert

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Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Boersengeschaefte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

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