POET: Quartalszahlen 20. Mai, Abstimmung 26. Juni
13.05.2026 - 17:29:14 | boerse-global.dePOET Technologies geht mit neuem operativem Chef in eine heikle Phase. Der Kurs hat sich nach dem jüngsten Schock kräftig erholt, doch die nächsten Termine liefern den Realitätscheck: Erst kommen die Quartalszahlen am 20. Mai, dann folgt die Abstimmung über die geplante Verlagerung in die USA am 26. Juni. Das dürfte spannend werden.
Neuer COO soll Produktion hochziehen
Am 12. Mai ernannte POET Sandeep Kumar zum Chief Operating Officer. Kumar kommt aus der Halbleiterbranche und war mehr als 18 Jahre bei Silicon Labs tätig, zuletzt als Senior Vice President für den weltweiten Betrieb. Für seine neue Rolle erhielt er 410.397 Restricted Share Units.
Sein Auftrag ist klar umrissen. POET will die Fertigung für optische Engines und Lichtquellen für KI-Netzwerke ausbauen. Im Mittelpunkt steht die Produktionsorganisation in Malaysia, die auf höhere Stückzahlen vorbereitet werden soll.
Der Personalwechsel kommt nicht zufällig. POET muss beweisen, dass aus technischer Fantasie industrielle Skalierung wird. Gerade bei optischen Komponenten für KI-Infrastruktur zählt nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Fähigkeit, zuverlässig und in Serie zu liefern.
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Aktie erholt sich nach Marvell-Schock
Die Aktie reagierte zunächst deutlich positiv. Im vorbörslichen Handel legte sie um 6 Prozent zu, später notierte sie bei 14,49 Dollar mit einem Plus von 4,24 Prozent. Die großen US-Indizes gaben zur selben Zeit nach.
Auch der Handel war ungewöhnlich lebhaft. Die Aktie bewegte sich zwischen 12,97 und 15,18 Dollar, das Volumen lag bei 85,26 Millionen Stücken. Damit bleibt der Titel nahe dem oberen Ende seiner Handelsspanne der vergangenen Monate.
Der Hintergrund bleibt brisant. Ende April hatte Marvell alle mit Celestial AI verbundenen Bestellungen gestrichen und angebliche Verstöße gegen Vertraulichkeitsvereinbarungen angeführt. Die POET-Aktie verlor daraufhin zeitweise mehr als 45 Prozent.
Der Markt bewertet nun, ob es sich um einen isolierten kommerziellen Streit handelt oder um ein Signal für größere Risiken im KI-Netzwerkgeschäft. Genau deshalb rücken die anstehenden Zahlen stärker in den Vordergrund als sonst.
Malaysia wird zum Prüfstein
Operativ ist POET noch klein, aber die Erwartungen sind groß. Der Jahresumsatz stieg 2025 auf 1,07 Millionen Dollar, getrieben von ersten Lieferungen photonischer Systeme. Prozentual war das ein massiver Sprung, absolut bleibt die Basis niedrig.
Die Verlustseite zeigt die andere Seite der Story. Der operative Verlust weitete sich auf 42,1 Millionen Dollar aus. Im Schlussquartal meldete POET einen Nettoverlust von 42,7 Millionen Dollar, belastet durch eine nicht zahlungswirksame Neubewertung von Optionsscheinen über 30,6 Millionen Dollar.
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Für den nächsten Bericht zählt deshalb weniger die reine Umsatzzeile als der Produktionsfahrplan. POET plant, in Malaysia im zweiten Quartal mit der Fertigung von Lichtquellen zu beginnen. 800G-Optical-Engines sollen im dritten Quartal folgen.
Parallel dazu steht die geplante Verlegung des Unternehmenssitzes in die USA auf der Tagesordnung. Die Hauptversammlung am 26. Juni soll über erforderliche Aktionärszustimmungen entscheiden. Für US-Aktionäre ist auch die steuerliche Einstufung relevant: POET erwartet für das Jahr bis 31. Dezember 2025 eine PFIC-Behandlung, rechnet auf Basis aktueller Annahmen aber nicht mit diesem Status für 2026.
Am 20. Mai muss POET liefern: klare Aussagen zur Nachfrage, zum Malaysia-Hochlauf und zu den Folgen des Marvell-Vorgangs. Der Kurs hat bereits viel Erholung vorweggenommen; nun braucht die operative Geschichte belastbare Fortschritte.
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