Rivian, Milliarden

Rivian: 4,5 Milliarden für Georgia-Werk

13.05.2026 - 18:07:33 | boerse-global.de

Rivian erhöht Darlehensantrag für neues Werk in Georgia auf 4,5 Milliarden Dollar und startet im Juni die Serienproduktion des R2-SUV.

Rivian: 4,5 Milliarden für Georgia-Werk - Foto: über boerse-global.de
Rivian: 4,5 Milliarden für Georgia-Werk - Foto: über boerse-global.de

Rivian steht vor einem entscheidenden Jahr. Der Elektroauto-Hersteller hat seinen Kreditantrag beim US-Energieministerium aufgestockt – auf 4,5 Milliarden Dollar. Das Geld ist für den Bau des zweiten Werks in Georgia vorgesehen. Zeitgleich startet im Juni die Serienproduktion des R2, eines vollelektrischen Mittelklasse-SUV.

Die Aktie reagierte am Mittwoch mit einem Plus von 3,19 Prozent auf 12,30 Euro. Der Rücksetzer vom 52-Wochen-Hoch bei 19,30 Euro bleibt indes deutlich: rund 36 Prozent Verlust seit Dezember.

Milliarden für Georgia, Milliarden von VW

Die Produktionsstätte in Georgia soll rund 36 Monate Bauzeit benötigen. Teilweise könnte der Betrieb bereits im dritten Quartal 2027 anlaufen. Rivian kalkuliert für 2026 mit Investitionen zwischen 1,95 und 2,05 Milliarden Dollar – ein Großteil fließt in die R2-Infrastruktur.

Parallel dazu wächst ein zweites Standbein: das Softwaregeschäft. Im ersten Quartal erzielte Rivian 473 Millionen Dollar mit Software und Dienstleistungen – ein Plus von 49 Prozent. Treiber ist die technische Zusammenarbeit mit Volkswagen.

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Der Softwarebereich macht jetzt rund ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Das milliardenschwere Lizenzabkommen mit VW liefert kapitalschonende Erlöse. Ein wichtiger Puffer: Das Autogeschäft schrieb im Quartal einen Bruttoverlust von 62 Millionen Dollar bei 10.365 ausgelieferten Fahrzeugen.

Analysten reagieren vorsichtig optimistisch

DA Davidson hob das Kursziel an. Mizuho zog ebenfalls nach – von 11 auf 13 Dollar –, blieb aber bei „Underperform". Der Grund: der anhaltende Geldabfluss. Rivian verfügte zuletzt über Bargeldreserven von rund 3,58 Milliarden Dollar.

Die Jahresprognose liegt bei 62.000 bis 67.000 Auslieferungen. Das bedeutet einen deutlichen Produktionssprung: Über 50.000 Fahrzeuge müssen in den verbleibenden Monaten vom Band rollen.

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Finanzchefin Claire McDonough rechnet im zweiten und dritten Quartal mit Margendruck durch den R2-Anlauf. Ab dem vierten Quartal soll die Plattform jedoch positiv zum operativen Ergebnis beitragen. Der Start erfolgt mit der teureren R2-Performance-Version. Günstigere Varianten folgen Ende 2027.

Kurz gesagt: Rivian setzt alles auf den R2. Der Produktionsstart im Juni wird zeigen, ob der Konzern liefern kann.

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