RTL Aktie: Streaming springt 27 Prozent auf 141 Millionen
13.05.2026 - 14:43:55 | boerse-global.deStabiles Geschäft, schwache Aktie: Bei RTL klaffen operative Entwicklung und Marktreaktion auseinander. Der wichtigste Punkt im Quartal ist nicht der Umsatz. Erstmals verdient die Streaming-Sparte bereits im ersten Quartal Geld.
Das ist mehr als ein Signal. RTL zeigt, dass der teure Umbau weg vom klassischen TV-Geschäft langsam greift. Der Gegenwind im Werbemarkt bleibt aber spürbar.
Streaming fängt Werbedruck ab
Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal bei 1,295 Milliarden Euro und damit auf Vorjahresniveau. Organisch wuchs RTL um 2,5 Prozent. Den Ausschlag gaben vor allem Streaming und Inhalte.
Die Streaming-Erlöse sprangen um 27 Prozent auf 141 Millionen Euro. Die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg auf 8,4 Millionen. In Deutschland kam RTL+ auf 7,3 Millionen Nutzer.
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Das klassische TV-Werbegeschäft bleibt die Schwachstelle. Die Erlöse aus linearer TV-Werbung fielen um 6,5 Prozent auf 474 Millionen Euro. Digitale Werbung legte zweistellig zu und glich rund 45 Prozent des Rückgangs im linearen Geschäft aus.
An der Börse reicht das nicht. Die Aktie notiert bei 29,20 Euro und verliert am Mittwoch 3,31 Prozent. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Minus von 10,98 Prozent zu Buche.
Sky-Deal verändert die Größenordnung
Der nächste große Schritt ist die geplante Übernahme von Sky Deutschland von Comcast. Die EU-Kommission hat grünes Licht gegeben. Der Abschluss soll am 1. Juni 2026 erfolgen, der Kaufpreis liegt bei 150 Millionen Euro.
Mit Sky würde RTL in der DACH-Region deutlich größer. Pro forma rechnet der Konzern mit rund 8 Milliarden Euro Umsatz. Die Abonnentenbasis soll auf etwa 12,3 Millionen steigen.
Parallel dazu ändert sich die Führung. Clément Schwebig übernimmt den Vorstandsvorsitz von Thomas Rabe. Alexander von Torklus soll bis Ende September 2026 Finanzchef werden.
Fremantle stabilisiert das Bild
Auch die Produktionssparte Fremantle bleibt wichtig. Der Umsatz lag bei 372 Millionen Euro und damit stabil zum Vorjahr. Organisch wuchs das Geschäft um 4,2 Prozent, getragen vor allem durch die USA.
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Im Kerngeschäft hält RTL seine Reichweitenposition. RTL Deutschland kam in der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen auf 26,8 Prozent Marktanteil. In Frankreich erreichte Groupe M6 in der Hauptzielgruppe 20,6 Prozent.
Ausblick bleibt unverändert
Für das Gesamtjahr hält RTL an seiner Prognose fest. Der Umsatz soll zwischen 6,1 und 6,2 Milliarden Euro liegen. Das bereinigte EBITA sieht der Konzern bei rund 725 Millionen Euro, nach 661 Millionen Euro im Vorjahr.
Die Streaming-Sparte soll im Gesamtjahr operativ 25 bis 50 Millionen Euro verdienen. Im August will RTL den Ausblick um die finanziellen Effekte der Sky-Integration ergänzen. Die bereits gezahlte Dividende lag bei 5,50 Euro je Aktie.
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