Shell, Aktie

Shell Aktie: 1,7 Milliarden für Golf-von-Mexiko-Felder

02.07.2026 - 01:00:02 | boerse-global.de

Shell trennt sich von Golf-von-Mexiko-Feldern für 1,7 Mrd. Dollar und schließt Jiffy-Lube-Verkauf ab.

Shell verkauft Ölfelder und Jiffy Lube an einem Tag
Shell - Abstrakte Darstellung der Offshore-Öl- und Gasindustrie mit Fokus auf Tiefseeexploration und große Investitionen im Energiesektor. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Shell hat den größten Coup des Tages mit wenigen Stunden Abstand zum nächsten verkündet. Kurz nach dem milliardenschweren Verkauf der Autoservice-Kette Jiffy Lube folgte der nächste Schritt.

Der Energiekonzern trennt sich von reifen Öl- und Gasfeldern im Golf von Mexiko. Talos Energy und Ridgewood Energy zahlen 1,7 Milliarden Dollar für Shells Anteile an der Na Kika-Plattform sowie die vollständigen Rechte am Coulomb-Anschluss. Die Förderung dieser Felder lag 2025 bei umgerechnet 37.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Noch 2026 soll der Deal über die Bühne gehen – vorausgesetzt, BP erhebt nicht innerhalb von 30 Tagen sein Vorkaufsrecht als Betreiber der Na Kika-Plattform.

Ausstieg aus dem Servicegeschäft

Parallel dazu hat Shell den Verkauf von Jiffy Lube an Monomoy Capital Partners endgültig abgeschlossen. Der Kaufpreis liegt bei rund 1,3 Milliarden Dollar. Über 2.000 Franchise-Stationen in den USA und Kanada wechseln den Besitzer – sie versorgen jährlich rund 19 Millionen Kunden.

Jiffy Lube machte zuletzt etwa 6,5 Prozent von Shells gesamten Schmierstoffmengen in Nordamerika aus. Die Marken Pennzoil und Rotella behält der Konzern. Zudem sichert ein langfristiger Liefervertrag, dass Shell-Öle auch künftig in den Jiffy-Lube-Filialen verkauft werden.

LNG-Markt unter Druck

Einen strategischen Ausblick gab Shell ebenfalls am Dienstag. Der Konzern warnt: Bleiben die Störungen in der Straße von Hormuz bestehen, könnte das globale LNG-Angebot 2026 stagnieren. Mit 422 Millionen Tonnen läge die Menge auf Vorjahresniveau. Die Unsicherheiten im Nahen Osten gefährden einen erheblichen Teil der weltweiten Flüsse.

Langfristig bleibt Shell optimistisch. Der Konzern rechnet ab 2027 mit neuem Wachstum und prognostiziert für 2050 einen LNG-Handel von 700 Millionen Tonnen – ein Plus von 65 Prozent gegenüber heute.

Die Aktie notiert am Mittwoch bei 33,70 Euro, ein Minus von 0,87 Prozent. Der RSI von 31,9 Punkten deutet auf überverkaufte Niveaus hin – aus charttechnischer Sicht ein Signal, das kurzfristig orientierte Anleger im Blick haben. Shells Aktie liegt gut 18 Prozent unter dem März-Hoch bei 41,32 Euro, hält aber seit Jahresbeginn ein Plus von knapp fünf Prozent.

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