2:2 im Hinspiel: Krimi zwischen Heidenheim und Elversberg
22.05.2025 - 22:26:37Das vermeintliche Zwergen-Duell wurde zur groĂen FuĂball-Show: Der 1. FC Heidenheim und die SV Elversberg haben sich in einem packenden Relegations-Hinspiel 2:2 (0:2) getrennt. Die Zweitliga-Sensation aus dem Saarland verspielte eine 2:0-FĂŒhrung, der Bundesligist zeigte groĂe Moral. Die Entscheidung, wer kommende Saison erstklassig spielt, fĂ€llt am Montag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky).
Die Partie war im Vorfeld ironisch mitunter als «El Dorfico» bezeichnet worden, bot aber beste Unterhaltung. Lukas Petkov (18. Minute) und Fisnik Asllani (42.) trafen vor 15.000 Zuschauern auf der Ostalb fĂŒr die GĂ€ste. Tim Siersleben (62.) und Mathias Honsak (64.) sorgten per Doppelschlag noch fĂŒr den Ausgleich.
Heidenheimer HeimschwÀche
Die Elversberger Ăberflieger dĂŒrfen weiter auf den ersten Bundesliga-Aufstieg ihrer Historie hoffen, Heidenheim muss nach zwei Jahren im Oberhaus inklusive Europapokalteilnahme weiter den Absturz fĂŒrchten. Doch noch - und so sah es zwischenzeitlich nicht aus - ist im RĂŒckspiel fĂŒr beide Teams alles drin.
«Festung Albstadion uneinnehmbar» stand auf einem groĂen Banner im Heidenheimer Fanblock. Doch das gilt diese Saison nur bedingt. Der FCH war im eigenen Stadion das schlechteste Bundesliga-Team der abgelaufenen Spielzeit. Immerhin kĂ€mpfte er sich diesmal zurĂŒck und hielt das Duell vor dem RĂŒckspiel in der 13.000-Einwohner-Gemeinde Spiesen-Elversberg offen.Â
Heidenheimer Chancenwucher
Die Partie begann direkt mit einem Aufreger: Nach einer Elversberger Ecke war Heidenheims Niklas Dorsch auf und davon. Der 27-JĂ€hrige versuchte, SVE-Keeper Nicolas Kristof zu umkurven. Er geriet ins Straucheln und kam zu Fall - einen Elfmeter gab's von Schiedsrichter Sven Jablonski zurecht aber nicht.
Auch in der Folge lieĂen die Heidenheimer zunĂ€chst viel zu viel liegen. Marvin Pieringer etwa stand bei einem schönen Hacken-Zuspiel von Dorsch knapp im Abseits (7.), Adrian Beck schob den Ball frei rechts am Tor vorbei (17.).
SVE kombiniert gefÀllig
Und Elversberg? Kam im ersten Durchgang etwas seltener in den gegnerischen Strafraum - wenn, dann aber richtig gefĂ€hrlich. Phasenweise zog die Offensive um Hoffenheim-Leihgabe Asllani ein ĂŒberaus attraktives Kombinationsspiel auf.
Asllani war es auch, der die GĂ€ste-FĂŒhrung vorbereitete. Petkov jagte die Kugel ins rechte untere Eck, Heidenheims Torwart Kevin MĂŒller war machtlos. Genau wie beim schön herausgespielten 0:2 wenige Minuten vor der Pause. Wieder waren Petkov und Asllani beteiligt - diesmal traf Elversbergs Goalgetter selbst.
Dass das vermeintliche Anschlusstor durch Omar TraorĂ© (45.+4) wegen Abseits nicht zĂ€hlte, passte zum glĂŒcklosen Heidenheimer Auftritt in der ersten HĂ€lfte.
Heidenheimer DoppelschlagÂ
Heidenheims Trainer-Urgestein Frank Schmidt reagierte und verstĂ€rkte seine Offensive nach dem Seitenwechsel mit Budu Siwsiwadse, Leo Scienza und dem Ex-Elversbeger Paul Wanner. Das Duo war kaum auf dem Platz, als Muhammed Damar auf der Gegenseite per Kopf die groĂe Chance zum 0:3 vergab (48.).
Doch dann schlugen die Heidenheimer zurĂŒck. Honsak traf die Latte (58.), dann staubte Siersleben nach einem Patzer von SVE-Torwart Kristof zum 1:2 ab. Nur drei Minuten spĂ€ter wieder ein Abstauber - und Honsak erzielte den Ausgleich. Der eingewechselte Scienza war der Entstehung beider Treffer beteiligt.





