WAHL 2025/ ROUNDUP: CSU will Bundeswehr massiv stĂ€rken und aufrĂŒsten
12.02.2025 - 13:51:04 | dpa.deEin Kernpunkt des CSU-"Masterplans" ist auch die WiedereinfĂŒhrung der Wehrpflicht.
"Wir mĂŒssen unsere Freiheit und unser Land verteidigen. Wir mĂŒssen in der Lage sein, Nato-Grenzen zu schĂŒtzen. Deswegen braucht es eine dringende StĂ€rkung der Bundeswehr", sagte Parteichef Markus Söder. Die sogenannte Zeitenwende sei bislang nicht umgesetzt worden. "Es braucht einen neuen Schwung und Schub, mit deutlich mehr Geld, mit deutlich mehr Technologie und mit deutlich mehr Effizienz." Der CSU-"Masterplan" solle die Bundeswehr logistisch stĂ€rken. "Dazu gehört Technologie, aber eben auch die EinfĂŒhrung einer Wehrpflicht, um ein entsprechend groĂes Heer zu haben", erklĂ€rte er.
CSU fordert 500.000 einsatzbereite Soldaten und Reservisten
Erster Punkt in dem CSU-Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ist der "Aufwuchs auf 500.000 einsatzbereite Soldaten und Reservisten - dazu WiedereinfĂŒhrung der Wehrpflicht und eine stĂ€rkere Verankerung in der Gesellschaft". Aktuell zĂ€hlt die Bundeswehr 182.000 Angehörige in Uniform.
Die CSU fordert die "Vollausstattung aller KampfverbĂ€nde" und den Aufbau einer schlagkrĂ€ftigen Reserve, mit zusĂ€tzlich 300 Kampfpanzern, 500 SchĂŒtzenpanzern und 2.500 Fahrzeugen. Zudem plĂ€diert sie fĂŒr eine "Drohnen-Armee" mit 100.000 Drohen, samt einem Drohnen-TrĂ€ger fĂŒr die Marine.
Neue Panzer, Drohnen und Raketen
AuĂerdem sollen nach Vorstellung der CSU 1.000 neue Taurus-Marschflugkörper angeschafft und zusĂ€tzlich neue Marschflugkörper mit 2.500 Kilometern Reichweite entwickelt werden. Es soll einen "Iron Dome" als Schutzschirm gegen Raketen- und Luftangriffe geben, mit insgesamt 2.000 Abfangraketen diverser Bauart, sowie neue MilitĂ€rsatelliten mit eigener Startrampe.
Zur Finanzierung all dessen schlĂ€gt die CSU vor, den Anteil der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt auf drei Prozent zu steigern. DafĂŒr soll ein Zehn-Jahres-Plan erarbeitet werden, "der Planungssicherheit fĂŒr Bundeswehr, Soldaten und Wehrindustrie schafft". Beschaffungsverfahren sollen entschlackt, ProduktionskapazitĂ€ten massiv ausgeweitet werden.
Zur Abwehr hybrider Angriffe will die CSU - so heiĂt es in dem Papier- alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um die Zusammenarbeit vonBundeswehr und Sicherheitsbehörden im Inneren zu ermöglichen, Vorratsdatenspeicherung und ein Nationales Abwehrzentrum gegen hybride Bedrohungen inklusive.
CSU will Hochschulen bundesweit Zivilklauseln verbieten
UniversitĂ€ten und Hochschulen in ganz Deutschland sollen kĂŒnftig enger mit der Bundeswehr zusammenarbeiten mĂŒssen: Die CSU will es Hochschulen bundesweit - wie schon in Bayern - untersagen, eine militĂ€rische Nutzung ihrer Forschung zu verbieten. In Bayern gab es derartige sogenannte Zivilklauseln ohnehin noch nirgendwo, wohl aber bundesweit.
Bei dem "Masterplan" handelt es sich nach CSU-Angaben um ein gemeinsames Positionspapier von Söder und dem Internationalen SekretÀr der CSU, dem Bundestagsabgeordneten Florian Hahn.
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