Aserbaidschan, 700

Bizarre Szenen bei Alijew-Besuch im Bundeskanzleramt

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 17:27 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Am Rande des Besuchs von Aserbaidschans PrÀsident Ilham Alijew im Bundeskanzleramt haben sich am Dienstag offenbar bizarre Szenen abgespielt.

Bizarre Szenen bei Alijew-Besuch im Bundeskanzleramt
Ilham Alijew und Friedrich Merz am 21.07.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Alijew hatte eigene SicherheitskrÀfte mitgebracht, die im Kanzleramt aber als Journalisten auftraten. Gleichzeitig war auf der Pressekonferenz auch ein kritischer Journalist, der von SicherheitskrÀften des BKA regelrecht bewacht werden musste.

Als die gemeinsame Pressekonferenz von Alijew und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu Ende war, versuchte einer der als Journalisten getarnten Personen offenbar, sich auf einem ungewöhnlichen Weg den offiziellen SicherheitskrĂ€ften wieder anzuschließen. "Der rennt hintenrum", hörte ein Reporter der dts Nachrichtenagentur deutsche SicherheitskrĂ€fte rufen.

SpĂ€ter soll es Aufregung im Hof des Bundeskanzleramts gegeben haben. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer versuchte die Situation am Mittwoch herunterzuspielen. "Tumultartige Szenen kann ich nicht bestĂ€tigen. Was ich aber sagen kann, nach Abschluss der Pressekonferenz des Bundeskanzlers mit dem aserbaidschanischen PrĂ€sidenten gab es am Rande eine kurze Diskussion zwischen deutschen und aserbaidschanischen SicherheitskrĂ€ften, ĂŒber welche Wege das Kanzleramt zu verlassen sei." Der Grund sei gewesen, dass einige der aserbaidschanischen SicherheitskrĂ€fte "nicht unmittelbar als solche erkennbar gewesen sind". Die Situation habe sich dann jedoch "zĂŒgig geklĂ€rt".

Aber das war nicht das einzige ungewöhnliche Detail: Im Publikum saß neben getarnten Bodyguards auch ein offensichtlich Alijew-kritischer Journalist, der immer wieder dazwischenrief und eine Frage stellen wollte, aber nicht zum Zuge kam. Dabei wurde er regelrecht bewacht von deutschen SicherheitskrĂ€ften, ein BKA-Beamter soll nach Informationen der dts Nachrichtenagentur in der Pressekonferenz direkt neben ihm gesessen haben. Als sich der Mann spĂ€ter beschwerte, dass er keine Frage stellen durfte, soll ein deutscher Sicherheitsbeamter auf Englisch zu ihm gesagt haben, das sei auch "besser so" gewesen und im Sinne seiner "Sicherheit". Ansonsten "hĂ€tte hier was passieren können".

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