Erdogan, Israel

Erdogan wirft Israel Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor

19.11.2024 - 18:32:45

Am Rande des G20-Gipfels in Rio de Janeiro hat der tĂŒrkische PrĂ€sident Recep Tayyip Erdogan Israels Vorgehen im Gazastreifen als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bezeichnet.

Die Gefahr einer Hungersnot habe ein katastrophales Ausmaß erreicht, sagte er am Dienstag. "Die israelische Regierung begeht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, indem sie humanitĂ€re Hilfe daran hindert, nach Gaza zu gelangen, das sie in ein FreiluftgefĂ€ngnis verwandelt hat", behauptete Erdogan. "Die humanitĂ€ren Kosten des Staatsterrorismus, den Israel mit UnterstĂŒtzung westlicher MĂ€chte in unserer Region entfesselt, werden von Tag zu Tag höher." Die TĂŒrkei habe daher beschlossen, beim Internationalen Gerichtshof zu intervenieren, "um zu verhindern, dass der Völkermord, der dem Volk von Gaza seit 14 Monaten angetan wird, ungestraft bleibt", so Erdogan.

In dem Schreiben fordere man die Einstellung der Waffen- und Munitionslieferungen an Israel. Derzeit erlebe man den "Bankrott" der internationalen Organisationen angesichts von Naturkatastrophen und GrĂ€ueltaten, so der PrĂ€sident der TĂŒrkei. Der Sicherheitsrat habe sich in eine Struktur verwandelt, die die Interessen von nur fĂŒnf stĂ€ndigen Mitgliedern in den Vordergrund stelle und diesen fĂŒnf LĂ€ndern dient, anstatt die Rechte und rechtlichen Belange der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen zu beachten, kritisierte er. In der heutigen pluralistischen Welt könne es dafĂŒr keine vernĂŒnftige, logisch kohĂ€rente ErklĂ€rung geben. "Wie ich bei jeder Gelegenheit erklĂ€rt habe, ist die Welt grĂ¶ĂŸer als fĂŒnf", sagte Erdogan. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine habe das der ganzen Menschheit vor Augen gefĂŒhrt.

@ dts-nachrichtenagentur.de