Union, Steuerrabatt

Union gegen Steuerrabatt fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte

07.07.2024 - 20:56:03

An den von der Ampel-Regierung beschlossenen Steuererleichterungen fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte gibt es heftige Kritik von der Opposition.

"Zugewanderte Arbeitnehmer anders zu besteuern als die eigenen Leute, ist keine gute Idee", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Mathias Middelberg, der "Welt" (Montagausgabe). Statt auf Steueranreize fĂŒr eine Gruppe von Zugewanderten zu setzen, mĂŒsse das Arbeiten in Deutschland generell wieder attraktiver werden. "Notwendig ist auch, den Lohnabstand zum BĂŒrgergeld massiv zu vergrĂ¶ĂŸern und wirksame Sanktionen zu verhĂ€ngen", so der Abgeordnete: "Wir mĂŒssen zurĂŒck zum Fördern und Fordern." Bei ihren Haushaltsplanungen hatte die Bundesregierung aus SPD, GrĂŒnen und FDP vereinbart, FachkrĂ€ften aus dem Ausland in den ersten drei Jahren Steuererleichterungen zu gewĂ€hren.

"Steuerliche Anreize in den ersten Jahren sind ein Baustein, Deutschland als Einwanderungsland fĂŒr Hochqualifizierte attraktiver zu machen", sagte der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Fraktionssprecher, Pascal Kober, der "Welt". Gerade Hochqualifizierte könnten unter vielen LĂ€ndern wĂ€hlen und verglichen die individuellen Vor- und Nachteile genau. "Deutschland mit seiner hohen Abgabenlast hat dabei im Wettbewerb mit anderen LĂ€ndern, wo zumeist mehr Netto vom Brutto bleibt, deutliche Nachteile." Abgeordnete von Linken und AfD halten das Vorhaben wie die Union fĂŒr falsch. "Das ist eine offen inlĂ€nderfeindliche Politik", sagte RenĂ© Springer, Sprecher fĂŒr Arbeit und Soziales der AfD-Bundestagsfraktion, der "Welt". Die Linke-Politikerin Susanne Ferschl moniert: "AuslĂ€ndische FachkrĂ€fte bei der Einkommensteuer zu begĂŒnstigen, schadet der SolidaritĂ€t in Belegschaften und widerspricht dem im Grundgesetz verankerten Prinzip der Gleichheit." Ihre Gruppe im Bundestag fordert eine Steuerreform, bei der Bruttoeinkommen bis 6.500 Euro entlastet und darĂŒber liegende Einkommen sowie MillionĂ€re deutlich stĂ€rker zur Kasse gebeten wĂŒrden. "Davon wĂŒrden alle FachkrĂ€fte profitieren."

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