Nancy Faeser, Clans

Abschiebung von Clan-Mitgliedern: Faeser verteidigt Plan

12.08.2023 - 07:18:42 | dpa.de

An den VorschlÀgen zur leichteren Abschiebung von kriminellen Clan-Angehörigen hatte es viel Kritik gegeben. Nun betont die SPD-Politikerin: Es gehe um «kriminelles Handeln», nicht um den Familiennamen.

  • Nach Kritik verteidigt Bundesinnenministerin Nancy Faeser ihren Plan fĂŒr eine leichtere Abschiebung von Clan-Mitgliedern. - Foto: Arne Dedert/dpa
    Nach Kritik verteidigt Bundesinnenministerin Nancy Faeser ihren Plan fĂŒr eine leichtere Abschiebung von Clan-Mitgliedern. - Foto: Arne Dedert/dpa
  • «Wir mĂŒssen den Kampf gegen organisierte KriminalitĂ€t konsequent fĂŒhren. ClankriminalitĂ€t ist ein Teil davon. Der Rechtsstaat muss hier ZĂ€hne zeigen», sagt Bundesinnenministerin Nancy Faeser. - Foto: Christoph Soeder/dpa
    «Wir mĂŒssen den Kampf gegen organisierte KriminalitĂ€t konsequent fĂŒhren. ClankriminalitĂ€t ist ein Teil davon. Der Rechtsstaat muss hier ZĂ€hne zeigen», sagt Bundesinnenministerin Nancy Faeser. - Foto: Christoph Soeder/dpa
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Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat ihre PlĂ€ne zur leichteren Abschiebung von kriminellen Clan-Angehörigen gegen Kritik verteidigt. «Wir mĂŒssen den Kampf gegen organisierte KriminalitĂ€t konsequent fĂŒhren. ClankriminalitĂ€t ist ein Teil davon. Der Rechtsstaat muss hier ZĂ€hne zeigen», sagte die SPD-Politikerin der «Rheinischen Post» (Samstag).

Dazu gehöre auch die schnellere Ausweisung von Kriminellen, die keinen deutschen Pass haben. Sie betonte jedoch mit Blick auf Clans: «Es geht dabei um kriminelles Handeln, nicht um VerwandtschaftsverhĂ€ltnisse. Der Familienname sagt nichts darĂŒber, ob jemand kriminell ist.»

Ein Diskussionspapier aus Faesers Ministerium sieht vor, dass eine Ausweisung bereits möglich sein soll, wenn jemand Teil einer kriminellen Vereinigung war oder ist. Insbesondere von Union und GrĂŒnen hatte es Kritik an den VorschlĂ€gen gegeben. Auch in Faesers Partei, der SPD, gab es zurĂŒckhaltende Stimmen.

Ein weiterer Vorschlag aus dem Ministerium sieht die mögliche VerlĂ€ngerung des Ausreisegewahrsams. Derzeit ist der Ausreisegewahrsam bis zu zehn Tage lang möglich, Faeser schlĂ€gt eine Erweiterung auf bis zu 28 Tage vor. «Wir mĂŒssen das Untertauchen von Menschen vor der Abschiebung verhindern, gerade von StraftĂ€tern», verteidigte Faeser im Interview nun diesen Vorschlag.

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