Bundesregierung zeichnet neun deutsche Friedenssicherer aus
22.06.2023 - 05:26:48Am «Tag der Friedenssicherung» hat die Bundesregierung stellvertretend fĂŒr alle in internationalen Friedensmissionen eingesetzte Deutsche neun zivile Experten, Polizisten und Soldaten geehrt. Solche weltweiten FriedenseinsĂ€tze seien ein wichtiger Beitrag zu Frieden und Sicherheit auch in Deutschland und Europa, machte AuĂenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) am Donnerstag bei einer Feierstunde in einem BundestagsgebĂ€ude in Berlin deutlich.
Derzeit beteiligt sich Deutschland mit knapp 2100 Personen an internationalen FriedenseinsĂ€tzen, darunter gut 290 Frauen. Insgesamt sind knapp 190 zivile Expertinnen und Experten, rund 1850 Soldatinnen und Soldaten sowie knapp 60 Polizistinnen und Polizisten im Peacekeeping-Einsatz. Der deutsche Beitrag zum UN-Budget fĂŒr friedenssichernde MaĂnahmen belĂ€uft sich aktuell nach Angaben der Bundesregierung auf knapp 356 Millionen Euro.
Zeremonie erstmals im Parlament
Die Zeremonie fand zum zehnten JubilĂ€um des «Tages der Friedenssicherung» in Deutschland erstmals im Parlament statt - dort, wo ĂŒber das Krisenmanagement debattiert und ĂŒber AuslandseinsĂ€tze entschieden wird. An der Ehrung nahmen auch Innenministerin Nancy Faeser und Verteidigungsminister Boris Pistorius (beide SPD) teil.
Der «Tag des Peacekeeping» wurde 2013 in Anlehnung an den «Tag des Peacekeepers» der UN initiiert, um dem deutschen Personal in internationalen FriedenseinsĂ€tzen WertschĂ€tzung auszudrĂŒcken. Mit dem Schwerpunkt «Frauen, Frieden, Sicherheit» sollte die besondere Rolle von Frauen bei der Friedenssicherung gewĂŒrdigt werden.
Baerbock versicherte: «Deutsche BeitrÀge zur Friedensmission im Rahmen der Vereinten Nationen oder der EU sind und bleiben ein wichtiges Werkzeug der integrierten Sicherheitspolitik.» Damit mache man den internationalen Partnern deutlich: «Ihr könnt euch auf uns verlassen. Eure Sicherheit ist auch unsere Sicherheit.»
Pistorius sagte, die Peacekeeper trĂŒgen dazu bei, die Welt jeden Tag ein StĂŒck sicherer, friedlicher und gerechter zu machen. Dies habe Dank verdient. Den Einsatz von Frauen in der Bundeswehr und bei FriedenseinsĂ€tzen wolle die Bundesregierung verstĂ€rken. Auch Faeser zollte den Friedenssicherern Respekt fĂŒr den Einsatz fĂŒr den Frieden in der Welt. Gerade in Konfliktgebieten sei es wichtig, PrĂ€senz zu zeigen - so werde Vertrauen in staatliche Institutionen aufgebaut.
Die geehrten Experten:
Swen Dornig - Seit Oktober 2020 bei der fĂŒr die Nato-LandstreitkrĂ€fte zustĂ€ndigen Kommandobehörde Landcom in der TĂŒrkei im Einsatz.
Sahra El Fassi - Seit 2022 Beraterin fĂŒr das WelternĂ€hrungsprogramm in den palĂ€stinensischen Gebieten. War auch bereits im Irak.
Sabrina Schirmer - Leitet seit Mai 2022 ein OSZE-BĂŒro in Bosnien und Herzegowina. Themen: Bildung, Menschenrechte, Rechtsstaat.
Die geehrten Polizisten:
Claudia Bock - Die Polizeihauptkommissarin war bis Juli 2022 als Beraterin im Bereich Kampf gegen sexuelle Gewalt im Sudan tÀtig.
Stephanie Königs - Die Polizeioberkommissarin war von November 2021 bis Februar 2023 als Beobachterin in Georgien.
Georg Fliege - Kriminaloberrat a.D., beriet von MĂ€rz 2020 bis Juni 2022 in einer EU-Mission das irakische Innenministerium.
Die geehrten Soldaten:
Tanja Dernjac - Die Soldatin im Range eines Oberstabsfeldwebels war bis MĂ€rz 2023 UN-MilitĂ€rbeobachterin im SĂŒdsudan.
Markus Löfflad - Stabsfeldwebel, arbeitete von Oktober 2022 bis MÀrz 2023 unter anderem als Berater der «Bagdad Computer School».
Antje Seemann - Die Soldatin im Range eines Oberleutnants zur See war bis MÀrz 2023 bei der Ausbildungsmission «Gazelle» in Niger tÀtig.


