MilitÀr

SPD-Politiker fĂŒr Anti-Drohen-EinsĂ€tze der Bundeswehr im Innern

06.10.2025 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Angesichts der aktuellen Bedrohungen durch Drohnen fordert der SPD-Verteidigungsexperte Reinhold Robbe, die strikten Vorschriften zum Einsatz der Bundeswehr im Innern zu lockern.

Bundeswehr-Soldat (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Bundeswehr-Soldat (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Der bisherige strikte Grundsatz, nach dem die Polizei fĂŒr die innere und die Bundeswehr fĂŒr die Ă€ußere Sicherheit zustĂ€ndig ist, bedarf mit Blick auf die hybriden Bedrohungen dringend einer Neuregelung", sagte Robbe dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe): "Angesichts der permanenten Cyber-Angriffe und Bedrohungen durch Drohnen benötigen wir eine pragmatische Antwort auf diese Gefahren." Diese Antwort mĂŒsse "sich ausschließlich an den tatsĂ€chlichen AbwehrfĂ€higkeiten der Sicherheitsorgane orientieren", sagte der frĂŒhere Wehrbeauftragte des Bundestages. "Einige Akteure in der deutschen Politik scheinen die Augen zu verschließen vor der Tatsache, dass wir es seit der Entstehung der russischen Diktatur unter Putin nicht mehr mit einem berechenbaren und regelbasierten Staat zu tun haben", sagte Robbe. Der verbrecherische Überfall auf die Ukraine und der bisherige Kriegsverlauf belegten dies in schrecklicher Weise.

Da Putin sich weder an das Völkerrecht noch an sonstige internationale Menschenrechtsstandards mĂŒsse Deutschland so schnell wie möglich seine "Gesetzeslage und die personelle und materielle Ausstattung unserer Sicherheitsorgane diesen Bedrohungen aus Russland anpassen", sagte Robbe. Nötig sei ferner ein gesellschaftlicher Diskurs ĂŒber diese elementaren Themen. "Nur wenn unsere Gesellschaft die beschriebenen Notwendigkeiten einsieht, wird die Bundesregierung in der Lage sein, das Richtige zu tun", sagte der SPD-Politiker. Robbe forderte, "das ZustĂ€ndigkeits-Wirrwarr bei der BekĂ€mpfung von nicht zu identifizierenden Drohnen ganz schnell zu beseitigen". Der Ex-Wehrbeauftragte sagte: "Es zeugt von einer unverantwortlichen Unbedarftheit der politisch Verantwortlichen, wenn bis heute nicht geklĂ€rt wurde, wer beispielsweise fĂŒr die DrohnenbekĂ€mpfung letztlich verantwortlich und zustĂ€ndig ist." Zuvor hatte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) vor weitreichenden EinsĂ€tzen der Bundeswehr im Innern zur Drohnenabwehr gewarnt. "Drohnenabwehr ist eine sicherheitspolitische Kernaufgabe", sagte Hubig der "Welt am Sonntag". "Bei Drohnenangriffen im Innern ist die Polizei gefragt." Wo der Rechtsrahmen nachjustiert werden mĂŒsse, werde das geschehen. "EinsĂ€tze der Bundeswehr im Inneren sind aus guten GrĂŒnden nur in sehr engen Grenzen zulĂ€ssig - und dabei muss es bleiben."

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