Angesichts der aktuellen Debatte um mögliche Einsparungen im Bundeshaushalt hat sich der hessische MinisterprÀsident und Vorsitzende der MinisterprÀsidentenkonferenz, Boris Rhein (CDU), eine neue Föderalismusreform gefordert.
Boris Rhein (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Das Problem sind weniger die Förderprogramme des Bundes fĂŒr die LĂ€nder als vielmehr die zahlreichen Entscheidungen auf Bundesebene, die wir LĂ€nder finanziell ausbaden mĂŒssen", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).
Das jĂŒngste Beispiel sei die Cannabis-Legalisierung, die hohe Zusatzkosten fĂŒr die Kontrollen verursache und die Justiz belaste. "Wenn die Bundesregierung ein solches Projekt will, muss sie die Finanzierung eigenstĂ€ndig sicherstellen - und nicht den LĂ€ndern in die Kasse greifen", kritisierte Rhein.
"Um das neu und gerecht zu regeln, brauchen wir eine Föderalismusreform mit der klaren Vorgabe: Wer anschafft, der zahlt."
Aus CDU/CSU-Bundestagsfraktion kamen PlĂ€ne, zahlreiche Förderprogramme zu streichen, um den Bundeshaushalt zu entlasten. So hatte der Haushaltspolitiker Mathias Middelberg vorgeschlagen, alle Förderprogramme auĂerhalb der ZustĂ€ndigkeit des Bundes zu streichen, etwa Mittel fĂŒr Kitas und Schulen. Dort sind die LĂ€nder allein zustĂ€ndig.
Karin Prien, stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bildungsministerin in Schleswig-Holstein, lehnte den Vorschlag ab. "Es wÀre töricht, an dieser Stelle zu sparen", sagte sie der Zeitung. "Diese SparvorschlÀge können daher nur als Einzelmeinung verstanden werden und spiegeln nicht die Linie der CDU Deutschlands wider."
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