Bombardement in Ukraine: Biden verlangt neue Kiew-Hilfen vom Kongress
29.12.2023 - 19:29:39"Ăber Nacht hat Russland seinen gröĂten Luftangriff auf die Ukraine seit Beginn dieses Krieges gestartet", hieĂ es am Freitag in einer schriftlichen Stellungnahme Bidens. "Bei diesem Kampf steht weit mehr auf dem Spiel als nur die Ukraine", mahnte er. "Er betrifft das gesamte Nato-BĂŒndnis, die Sicherheit Europas und die Zukunft der transatlantischen Beziehungen."
Mit ihrer militÀrischen Hilfe hÀtten die USA dazu beigetragen, viele Menschenleben zu retten, betonte er. "Aber wenn der Kongress im neuen Jahr nicht dringend handelt, werden wir nicht in der Lage sein, weiter die Waffen und lebenswichtigen Luftverteidigungssysteme zu liefern, die die Ukraine zum Schutz ihres Volkes benötigt. Der Kongress muss handeln, und zwar ohne weitere Verzögerung."
Wenn Diktatoren und Autokraten in Europa ihr Unwesen treiben dĂŒrften, steige das Risiko, dass die USA direkt mit hineingezogen wĂŒrden. "Wir dĂŒrfen die Ukraine nicht im Stich lassen", mahnte er. "Die Geschichte wird jene hart bestrafen, die dem Ruf der Freiheit nicht folgen."
In der Ukraine wurden kurz vor dem Neujahrsfest bei beispiellosen Bombardements aus der Luft mehr als 30 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt. Das MilitÀr in Kiew sprach vom "massivsten Luftangriff" auf die Ukraine seit Beginn des Krieges - also seit fast zwei Jahren.
Die USA gelten als wichtigster VerbĂŒndeter der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russlands Invasion. Die bisher vom Kongress bewilligten Mittel fĂŒr Kiew sind allerdings weitgehend aufgebraucht. Wie es nun mit der US-UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine weitergeht, ist völlig offen. Die Freigabe weiterer Mittel wird von einem Streit im Parlament zwischen Republikanern und Bidens Demokraten blockiert. Die Republikaner stehen der Bewilligung neuer Hilfen im Weg, weil sie von Biden im Gegenzug eine VerschĂ€rfung der Asylpolitik in den USA fordern.

