BĂŒndnis, Priorisierung

BĂŒndnis fĂŒr Priorisierung von Erhalt der Verkehrsinfrastruktur

25.06.2024 - 07:01:36

Angesichts der Debatte zum Bundeshaushalt hat das BĂŒndnis SozialvertrĂ€gliche MobilitĂ€tswende eine klare Priorisierung von Erhalt vor Neubau in der Verkehrsinfrastruktur gefordert.

"Um Klimaziele einzuhalten und Lebensgrundlagen zu sichern, dĂŒrfen keine Haushaltsmittel im Bereich der Daseinsvorsorge oder beim Klimaschutz gekĂŒrzt werden", heißt es in einem Papier von Gewerkschaften, Sozial- und UmweltverbĂ€nden sowie der Evangelischen Kirche, das am Dienstag vorgestellt wurde. "Die sozial-ökologische Transformation der Verkehrsinfrastruktur muss politisch priorisiert werden." Derzeit wĂŒrden marode BrĂŒcken, Schienen und Straßen die MobilitĂ€t vieler Menschen und damit auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einschrĂ€nken, so das BĂŒndnis.

Auch fĂŒr den Wirtschaftsverkehr sei der Status Quo der Infrastruktur ein Hemmschuh. Aktuell wird fĂŒr den Bundeshaushalt 2025 eine LĂŒcke im zweistelligen Milliardenbereich prognostiziert, die dem Bundeshaushalt 2025 fehlen wird. Angesichts der zu erwartenden massiven Kostensteigerungen fĂŒr die Projekte der Bundesverkehrswegeplanung sei ein "Weiter so" mit immer neuen Autobahnen und Bundesstraßen auch aus fiskalpolitischer Perspektive weder möglich noch nachhaltig, so die VerbĂ€nde. Das BĂŒndnis forderte zudem, das Schienennetz auszubauen. FĂŒr ein langfristig resilientes Schienennetz brauche es "neben einer zĂŒgigen und umfassenden Sanierung, Elektrifizierung und Reaktivierung von Strecken mehr Bundesmittel fĂŒr einen naturvertrĂ€glichen Ausbau der Schiene". DarĂŒber hinaus brauche es fĂŒr eine echte Wahlfreiheit zwischen den Verkehrsmitteln mehr Personal und insbesondere im lĂ€ndlichen Raum attraktive, zuverlĂ€ssige und barrierefreie Angebote des ÖPNV sowie öffentliche Ladeinfrastruktur fĂŒr Pendler. Außerdem mĂŒssten klimaschĂ€dliche Subventionen sozial vertrĂ€glich abgebaut und Gelder von klimaschĂ€dlicher hin zu klimafreundlicher Infrastruktur umverteilt werden. Die VerbĂ€nde begrĂŒĂŸten die Diskussion ĂŒber einen Infrastrukturfonds und schlagen einen verkehrstrĂ€gerĂŒbergreifenden, ĂŒberjĂ€hrigen Infrastrukturfonds vor, der nach Schweizer Vorbild mit klar geregelten FinanzierungssĂ€ulen fĂŒr die Bahn, den ÖPNV, den Fuß- und Radverkehr sowie Förderprogrammen fĂŒr Ladeinfrastruktur gestaltet werden soll. Dem BĂŒndnis sozialvertrĂ€gliche MobilitĂ€tswende gehören Gewerkschaften (IG Metall, Verdi, DGB), Sozial-, Wohlfahrts- und UmweltverbĂ€nden (VdK, SoVD, AWO, VCD, BUND, NABU) sowie die Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. Es wird gefördert und unterstĂŒtzt durch die Stiftung Mercator.

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